Hochwasser in Brandenburg an der Havel: Erfrorene Kühe im Eis – Staatsanwalt ermittelt

In Brandenburg/Havel wurden erfrorene Kühe im Eis entdeckt. (Symbolbild)
Matthias Bein/dpaWegen mehrerer erfrorener Kühe in Brandenburg an der Havel untersucht die Staatsanwaltschaft, ob der Landwirt gegen den Tierschutz verstoßen hat. Das Veterinäramt stellte nach eigenen Angaben bei einer Kontrolle des Betriebs des Viehhalters keine Verstöße fest.
Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Potsdam sagte am Mittwoch, es werde ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz geführt. Es gebe zwei Strafanzeigen der Tierrechtsorganisation Peta und eines Anwalts. Zuvor berichteten mehrere Medien.
Veterinäramt kontrollierte Landwirtschaftsbetrieb
Ein Sprecher des Kreises Potsdam-Mittelmark sagte am Mittwoch, das Veterinäramt haben den Betrieb des Landwirts am Dienstag vor Ort kontrolliert. „Alle Tiere, die angetroffen wurden, waren ordentlich versorgt und gefüttert. Es war kein weiteres Eingreifen nötig.“
Mehrere Kühe waren in Brandenburg an der Havel erfroren. Feuerwehr und Veterinäramt rückten am Donnerstag bei klirrender Kälte zu einer Suchaktion auch mithilfe einer Drohne aus.
Es handle sich vermutlich um ein Überflutungsgebiet, die Kühe seien eingefroren, sagte der Sprecher der Stadt, Thomas Messerschmidt, am Donnerstag nach ersten Erkenntnissen. „Es soll sich um drei lebende und vier tote Kühe handeln“. Sie gehörten wohl einem Bauern aus einer benachbarten Gemeinde.
Hochwasser und Kältewelle – tödliche Falle für Brandenburgs Kühe
Auf Bildern ist zu sehen, wie tote Tiere im Eis stecken.
Sie seien am Donnerstag auch nicht mehr frei zu kriegen, hieß es.

Eine Veterinärin notiert die Nummer einer Kuh, die in einem Überflutungsgebiet eingefroren ist. Mehrere Kühe sind in Brandenburg an der Havel erfroren. Feuerwehr und Veterinäramt rückten am Donnerstag zu einer Suchaktion auch mithilfe einer Drohne aus.
Cevin Dettlaff/dpaHochwasser ließ seit Tagen die Havel übers Ufer treten. Die entdeckten, noch lebenden Tiere sollten am Abend wieder im Stall sein, sagte der Sprecher der Stadt. Wer die toten Tiere gemeldet hatte, konnte er zunächst nicht sagen.
