„Tausende Betriebe wissen nicht, wie sie Mieten und andere Verbindlichkeiten zahlen können“, sagte Olaf Schöpe, Präsident des Hotel- und Gaststättenverbandes Brandenburg (DEHOGA), am Mittwoch in einem Fachgespräch des Wirtschaftsausschusses im Brandenburger Landtag. 100.000 Beschäftigte in der Branche wollen eine Zukunft für ihr Leben haben, betonte er.
„Ich kann die Wut und Verzweiflung der Unternehmen gut nachvollziehen“, sagte der Linke-Landtagsabgeordnete Andreas Büttner. Auf Antrag seiner Fraktion war das Fachgespräch zur Lage angesetzt worden.

Befragung der TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH

Laut einer Befragung der TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH, an der sich 1300 Betriebe beteiligten, bezeichnen zwei Drittel von ihnen ihre derzeitige Geschäftslage als schlecht. Ein Drittel hat danach die Angebote verändert und angepasst. „Das reicht aber nicht aus zum Überleben“, sagte TMB-Geschäftsführer Dieter Hütte. „Schlafen To-go ist einfach nicht möglich“, sagte er. „Je früher wir öffnen, desto besser schaffen wir dann die Krise“, betonte er. Ohne das Sommergeschäft würden viele Betriebe keine Zukunft für ihr Geschäft sehen.
Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga Brandenburg, Olaf Lücke, betonte, es reiche nicht aus, auf Mobilitätsbeschränkungen und die Hoffnung auf das Verschwinden des Virus bei steigenden Temperaturen zu setzen.