Seit dem frühen Montagmorgen ruht die Arbeit etwa im Werk von ZF Getriebe in Brandenburg/Havel, wie eine IG-Metall-Sprecherin sagte. Auch bei BMW und dem Zulieferer Clarios im sächsischen Zwickau stand die Produktion am frühen Morgen still. „Die komplette Frühschicht ist heute nicht ins Werk gegangen“, sagte Sprecher Benjamin Zabel. Auch die beiden weiteren Schichten würden folgen. Im Porschewerk Leipzig war bereits für den späten Sonntagabend zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen worden.
Der Gewerkschaftsvorstand in Frankfurt hatte am späten Donnerstagabend die Arbeitskampfmaßnahmen genehmigt, bei denen den Teilnehmern Streikgeld zusteht.

Westliche Arbeitsbedingungen in Ost-Betrieben gefordert

Die Gewerkschaft fordert die Angleichung der Ost-Arbeitsbedingungen an die westlichen Standards mit der 35-Stunden-Woche. Laut Gewerkschaft arbeiten die Beschäftigten in den Ost-Bundesländern für das gleiche Gehalt wöchentlich drei Stunden mehr. Berechnet auf den Stundensatz liege der Gehaltsunterschied bei 8,5 Prozent, den die IG Metall in einem „tariflichen Angleichungsgeld“ nachfordert. In bislang ergebnislosen Verhandlungen hatten die Arbeitgeber darauf bestanden, den in Nordrhein-Westfalen erreichten Pilotabschluss für die Metall- und Elektroindustrie ohne weitere Angleichung zu übernehmen.