Kindesmissbrauch
: Erzbistum von Berlin will Missbrauchsstudie vorstellen

Für die Aufarbeitung der Missbrauchsfälle innerhalb der Kirchen in Deutschland hat auch das Erzbistum Berlin eine Veröffentlichung angekündigt.
Von
dpa
Berlin
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Berliner Erzbistum kündigt Studie zu Missbrauchsfällen an. (Symbolbild)

Nicolas Armer/dpa

Das Berliner Erzbistum will kommende Woche eine Untersuchung zu sexuellem Missbrauch vorstellen. Das Gutachten von zwei Anwälten soll am nächsten Freitag (29.1.) in der Hauptstadt vorgelegt werden, wie das Erzbistum am Freitag bekanntgab. Details nannte ein Sprecher nicht.

Das Gutachten betrachtet laut Ankündigung den sexuellen Missbrauch an Minderjährigen „durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige“ im Bereich des Bistums seit 1946. Das Erzbistum hatte die Studie laut Mitteilung im November 2018 in Auftrag gegeben.

MHG–Studie und Aufarbeitung

Anlass war damals die sogenannte MHG–Studie, mit der die Kirche Missbrauchszahlen öffentlich gemacht hatte. Die Aufarbeitung sollte auch danach weitergehen. Mehrere Bistümer hatten unabhängige Analysen zum Umgang mit Missbrauchsvorwürfen angekündigt. Ein für das Bistum Aachen erstelltes Gutachten benannte dabei im vergangenen November auch konkret ehemalige Bischöfe, die die Aufarbeitung von Missbrauchsfällen nicht mit der nötigen Konsequenz vorangetrieben hätten.

Auch der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki gab ein solches Gutachten in Auftrag — es sollte ausdrücklich auch Namen von Verantwortlichen nennen. Nun steht Woelki seit Monaten in der Kritik, weil er das Gutachten bisher unter Verschluss hält. Dafür führt er rechtliche Gründe an. Woelki will stattdessen am 18. März ein neues Gutachten vorstellen lassen.