Kommentar: Teure Innenstadt

Dorothee Torebko
NBRDamit geht einher, dass Parken teurer werden wird. Heute zahlen Anwohner großer Städte bis zu 30 Euro jährlich für einen Platz in ihrer Parkzone. In Stockholm zahlen die Bürger über 800, in Amsterdam über 500 Euro. Der Bund will den Kommunen künftig freie Hand bei der Preisgestaltung geben. Die Intention dahinter: Wer viel für einen Stellplatz zahlt, verzichtet eher und steigt auf den umweltfreundlichen Öffentlichen Nahverkehr um.
Doch heißt das, dass Parken bald unbezahlbar wird? Ist Autofahren künftig etwas für Besserverdiener? Der Verband der Automobilindustrie will dem entgegentreten und schlägt vor, dass Vielverdiener mehr fürs Parken zahlen sollen als Geringverdiener. Das klingt fair. Unklar ist, wie das denn kontrolliert werden soll.
