Kraftfahrtbundesamt: Höchster Anteil von Elektroautos in Brandenburg

Ein Volkswagen steht in der Innenstadt an einer Ladesäule.
Andreas Arnold/dpaWie aus den neuesten Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) hervorgeht, hatten in Brandenburg Anfang des Jahres pro 1000 Fahrzeuge rechnerisch 2,08 einen umweltfreundlichen Antrieb. Bei den anderen ostdeutschen Ländern lagen die vergleichbaren Angaben zwischen 1,89 in Sachsen und 1,36 in Mecklenburg-Vorpommern.
Die bundesweit höchste Quote an Autos ohne Verbrennungsmotor hat Berlin mit 4,09 von 1000 Fahrzeugen. Schlusslicht ist das Saarland mit 1,99. In allen anderen westdeutschen Flächenländern gibt es eine höhere Quote an Fahrzeugen mit Elektro- oder Hybridantrieb als in den neuen Bundesländern.
Die Angaben für Hybridautos beziehen sich ausschließlich auf Fahrzeuge mit Plug-In-Technologie, deren Batterien auch über das Stromnetz geladen werden können. Bei herkömmlichen Hybridautos bezieht die Batterie den Strom ausschließlich über einen mit Benzin oder Dieselkraftstoff angetriebenen Motor.
Anfang dieses Jahres waren in Brandenburg laut KBA rund 1700 Elektrofahrzeuge und knapp 1300 Pkw mit Hybridantrieb registriert. Das waren 730 E-Autos und knapp 500 Hybrid-Pkw mehr als ein Jahr zuvor. Wie das Brandenburger Wirtschaftsministerium auf eine parlamentarische Anfrage der CDU-Fraktion mitteilte, liegen der Landesregierung keine Erkenntnisse vor, ob die Fahrzeuge privaten Haltern, der öffentlichen Hand, Energieunternehmen oder Automobilherstellern gehören.
Nach Angaben der Bundesnetzagentur gab es Anfang dieses Jahres in Brandenburg 236 öffentliche Ladepunkte. Das waren 20 mehr als ein Jahr zuvor und 148 mehr als Anfang 2017. 48 und damit die meisten Stationen lagen in der Uckermark, 30 im Landkreis Potsdam-Mittelmark und 22 im Landkreis Teltow-Fläming. Am schlechtesten versorgt waren die Besitzer von Elektroautos im Landkreis Oberspreewald-Lausitz, denen nur zwei Ladepunkte zur Verfügung standen. Auch nur doppelt so viele Elektrotankstellen gab es im Landkreis Elbe-Elster.
Laut Wirtschaftsministerium dürfte es in Brandenburg mehr Ladepunkte geben, als von der Bundesnetzagentur angegeben, da dort nicht alle registriert seien. Die Anzahl der gemeldeten Stationen lasse vermuten, dass an manchen Standorten mehr als eine Ladesäule stehe. In Brandenburg werden rund zwei Drittel aller Elektrofahrzeuge laut Ministerium als Zweitwagen für kürzere Strecken genutzt.