Krankenhäuser und Stadtreinigung: Warnstreik bei der Berliner Stadtreinigung begonnen - auch Pflegekräfte streiken

«Charité Therapeuten im Streik» steht bei einer Kundgebung von Beschäftigten von Kliniken und Gesundheitseinrichtungen unter dem Motto «Klatschen war gestern, heute ist Zahltag» vor dem Brandenburger Tor auf einem Banner. Die Gewerkschaft Verdi ruft zum Beginn der Woche zu weiteren Warnstreiks in Berlin auf - am Montag in Krankenhäusern.
Christoph Soeder/dpaDie Gewerkschaft Verdi, die zu dem eintägigen Warnstreik aufgerufen hat, rechne mit rund 1200 BSR-Mitarbeitern, sagte Verdi-Pressesprecher Andreas Splanemann.
Bestreikt werden seit Beginn der Frühschicht die Müllabfuhr, der Sperrmüll-Abholservice, die 15 Recyclinghöfe und die mechanischen Behandlungsanlagen in der Gradestraße. Teilweise müsse auch mit Einschränkungen bei der Straßenreinigung gerechnet werden, teilte die BSR mit. Aufgrund des Warnstreiks verschieben sich demnach die Müllabfuhrtermine in der gesamten Woche um einen Tag nach hinten. Bereits Ende September waren die BSR-Recyclinghöfe und die Straßenreinigung bestreikt worden.
Pflegekräfte streiken bei Charité und Vivantes
Ebenfalls am Dienstag in den Ausstand getreten sind Pflegekräfte und andere Mitarbeiter bei Charité und Vivantes. Sie streiken bereits den zweiten Tag in Folge. Etliche von ihnen wollen sich am Mittag nahe des Roten Rathauses zu einer Kundgebung versammeln.
Die Gewerkschaften fordern bei einer einjährigen Laufzeit des neuen Tarifvertrages ein Lohn- und Gehaltsplus von 4,8 Prozent, mindestens aber 150 Euro mehr im Monat.