Linksextremismus
: Sieben Autos in Berlin angezündet - auch Immobilienfirma betroffen

In Berliner Nächten werden häufig Autos angezündet. Die meisten Brandstiftungen sind unpolitisch, Motive sind Vandalismus oder Racheakte. Aber immer wieder gibt es auch Brandanschläge aus politischen Motiven.
Von
dpa
Berlin
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Ausgebrannte Fahrzeuge stehen auf einem Parkplatz in Kreuzberg. Unweit des jüdischen Museums standen am frühen Morgen sechs Autos in Flammen. Die Feuerwehr war schnell vor Ort, konnte allerdings nicht verhindern, dass die Fahrzeuge komplett ausbrannten.

Paul Zinken/dpa

Sieben Autos sind in Berlin von Brandstiftern angezündet und zerstört worden. Zunächst brannten in der Nacht zu Montag gegen 1 Uhr sechs Autos auf einem Parkplatz an der Ecke Lindenstraße und Franz-Klühs-Straße in Kreuzberg. Ein Polizist außer Dienst hatte die Flammen bemerkt und die Feuerwehr alarmiert, wie die Polizei mitteilte. Die Feuerwehr war mit 22 Leuten im Einsatz und verhinderte durch schnelles Löschen mit Druckluftschaum eine Ausdehnung des Brandes auf weitere Autos. Von einer Tat mit politischem Hintergrund ging die Polizei in diesem Fall zunächst nicht aus.

LKA geht von einer linksextremistischen Straftat aus

Bei einem angezündeten Transporter kurz darauf in Charlottenburg sah das anders aus. Gegen 2.20 Uhr riefen Zeugen die Polizei und Feuerwehr zum Einsteinufer. Dort brannte das Fahrzeug einer Immobilienfirma. Der für Straftaten von politischen Extremisten zuständige Staatsschutz des Landeskriminalamtes (LKA) ermittelt. Autos von Immobilienfirmen und Logistikunternehmen werden immer wieder von Linksextremisten angezündet. Oft finden sich anschließend Bekennertexte auf Internetseiten der linksradikalen Szene.