Maul- und Klauenseuche
: Sperrzone aufgehoben – Deutschland frei von der Tierseuche

Drei Monate nach dem Ausbruch in Brandenburg gilt Deutschland wieder als frei von der Maul- und Klauenseuche (MKS). Die wegen der Tierseuche errichtete Sperrzone ist aufgehoben.
Von
dpa
Berlin
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Maul- und Klauenseuche in Brandenburg: ARCHIV - 11.01.2025, Brandenburg, Mehrow: „Vorsicht Seuchengefahr!“ steht auf einem Schild an einem Betrieb in Mehrow. Zum Schutz vor einer möglichen Ausbreitung der Maul- und Klauenseuche sollen am Vormittag vorsorglich rund 200 Schweine im brandenburgischen Landkreis Barnim getötet werden. (zu dpa: «Sperrzone gilt nach MKS-Ausbruch in Hönow vorerst weiter») Foto: Annette Riedl/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

„Vorsicht Seuchengefahr!“ - mit solchen und ähnlichen Schildern war vor der Maul- und Klauenseuche (MKS) in Brandenburg gewarnt worden. Knapp drei Monate nach dem Ausbruch der MKS gilt Deutschland als seuchenfrei.

Annette Riedl/dpa
  • Deutschland ist wieder MKS-frei, Sperrzone in Brandenburg aufgehoben.
  • Antrag von Berlin, Brandenburg, Bundeslandwirtschaftsministerium und Friedrich-Loeffler-Institut genehmigt.
  • MKS-Ausbruch in Hönow, Landkreis Märkisch-Oderland, im Januar.
  • Gefahr durch Ausbrüche in der Slowakei und Ungarn bleibt bestehen.
  • Tierhalter müssen weiterhin Schutzmaßnahmen umsetzen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Deutschland gilt rund drei Monate nach dem Ausbruch in Brandenburg wieder als frei von der Maul- und Klauenseuche (MKS). Die Weltorganisation für Tiergesundheit (WOAH) habe einem Antrag der Länder Berlin und Brandenburg, des Bundeslandwirtschaftsministeriums und des Friedrich-Loeffler-Instituts zugestimmt, teilte das Brandenburger Landwirtschaftsministerium am Dienstag (15. April) mit. Damit werde die Sperrzone um den betroffenen Bestand in Hönow wieder aufgehoben.

Alle Untersuchungen auf MKS bei Haustieren und bei Wildtieren, die für die Seuche empfänglich seien, waren laut Ministerium negativ. Für Deutschland gelte seit Montag (14. April) wieder der Status als MKS-frei ohne Impfung. Auch die Landkreise Märkisch-Oderland und Barnim erhielten den Status zurück.

Trotz Aufhebung der MKS-Sperrzone weiter Gefahren

Alle Handelsbeschränkungen, die noch für die Sperrzone galten, sind mit der Zustimmung nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums aufgehoben. Agrarministerin Hanka Mittelstädt (SPD) warnte aber vor Risiken. „Trotz dieser äußerst positiven Entwicklung in Brandenburg besteht weiterhin die Gefahr eines erneuten Eintrags der Tierseuche in ganz Deutschland aus infizierten Gebieten - insbesondere durch Reiseverkehr, Lebensmittel oder Tiertransporte.“ Die Gefahr sei durch Ausbrüche in der Slowakei und Ungarn gestiegen. Die Tierhalter müssten Zutrittsbeschränkungen zum Tierbestand, Reinigung und Desinfektion weiter umsetzen.

Erstmals seit mehr als 35 Jahren war in Deutschland die MKS ausgebrochen. Die für Tiere hoch ansteckende Viruserkrankung wurde im Januar in einer Büffel-Herde in Hönow im Landkreis Märkisch-Oderland entdeckt.

Die EU-Kommission hatte rund um den Ausbruchsort eine sechs Kilometer weite Sperrzone angeordnet. Dort galten Restriktionen wie ein Verbot von Tiertransporten.