Messerangriff in Berlin
: Mann sticht Polizist in Neukölln mit Messer in den Hals

UPDATE 12.20 Uhr: Ein Polizist kontrolliert einen Mann. Dann kommt ein Messer ins Spiel, der Beamte erleidet schwerste Verletzungen. Wie ist der aktuelle Stand?
Von
dpa
Berlin
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Messerattacke auf Polizisten in Berlin-Neukölln

Am Freitagabend (16. Mai) wurde ein Polizist in Berlin-Neukölln bei einer Messerattacke schwer verletzt.

Julius-Christian Schreiner/dpa
  • In Berlin-Neukölln wurde ein Polizist bei einer Messerattacke schwer verletzt.
  • Ein 28-Jähriger stach dem Polizisten am Hals lebensgefährlich zu.
  • Der Täter hatte zuvor ein Polizeifahrzeug beschädigt und wollte eine Anzeige erstatten.
  • Mordkommission ermittelt wegen versuchten Totschlags, der Verdächtige wurde festgenommen.
  • Generalstaatsanwaltschaft untersucht einen weiteren Vorfall bei einer Kundgebung.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nach dem Messerangriff auf einen Polizisten in Berlin ist der zunächst festgenommene Tatverdächtige wieder auf freiem Fuß. „Momentan gibt es keine gesicherten Erkenntnisse für einen gezielten Messereinsatz“, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Berlin zur Begründung. Es bestehe kein dringender Tatverdacht für ein gezieltes Tötungsdelikt. Die rechtliche Wertung der Tat sei indes noch nicht abgeschlossen.

Nach ersten Ermittlungen stach laut Polizei ein 28-Jähriger den Polizisten gestern Abend vor einem Polizeirevier im Rollbergkiez im Stadtteil Neukölln mit einem Messer in den Hals und verletzte ihn dabei lebensgefährlich. Der Mann habe zuvor vor einer Wache ein Polizeifahrzeug beschädigt, hieß es in dem Post. Als ein Beamter den 28-jährigen Deutschen dann am späten Freitagabend (16. Mai) kontrolliert habe, habe dieser ein Messer gezogen und zugestochen. Der Mann wollte laut Polizei eine Anzeige auf der Wache erstatten.

Beamter schwebt nicht mehr in Lebensgefahr

Bei dem schwerstverletzten Beamten handelt es sich um einen Angehörigen einer Einsatzhundertschaft. Weitere Details zu dem Polizisten wurden zunächst nicht bekannt. Laut Staatsanwaltschaft schwebt er nicht mehr in Lebensgefahr.

Nach der Tat forderte die Gewerkschaft der Polizei (GdP) besseren Schutz für die Beamten. „Das ist nicht die erste Messerattacke auf einen Polizisten. Noch immer warten wir auf die politisch versprochene Stichschutzausrüstung“, sagte der GdP-Bundesvorsitzende Jochen Kopelke der Deutschen Presse-Agentur. „Die neue Bundesregierung muss zügig für härtere Strafen und einen besseren Schutz von uns Polizisten sorgen.“

Wie Kopelke zeigte sich auch der Berliner GdP-Landesvorsitzende Stephan Weh entsetzt über den Angriff. „Wir sind absolut fassungslos und in Gedanken bei unserem schwerstverletzten Kollegen“, erklärte er. „Unser Dank gilt den Ersthelfern und den Ärzten, die ihm in der Nacht das Leben gerettet haben.“

Anderer Polizist wurde bei propalästinensischer Demo verletzt

Nun gelte es abzuwarten und zu hoffen, dass er sich vollständig von dieser brutalen Tat erhole. „Dieser Beruf bringt Gefahren mit sich, das wissen wir“, so Weh. „Aber auf so etwas kann sich niemand vorbereiten. Man geht aus dem Haus, in den Nachtdienst, und kann binnen Sekunden aus dem Leben gerissen werden.“

Erst am Donnerstag war auf einer propalästinensischen Kundgebung in Berlin ein Polizist schwer verletzt worden. Der Beamte war nach Polizeiangaben auf der sogenannten Nakba-Demonstration in die Menge hineingerissen und „niedergetrampelt“ worden. Mittlerweile hat die Generalstaatsanwaltschaft Berlin die Ermittlungen dazu übernommen.