MOZ+MOZ+Messerangriff in Cottbus
: So hart greift das Gericht gegen unwillige Zeugen durch

In Cottbus müssen sich mutmaßliche Gewalttäter für Messerangriffe verantworten. Die Suche nach der Wahrheit ist schwierig. Zeugen machen sich aus dem Staub.
Von
Kathleen Weser
Cottbus
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Treten Menschen in den Zeugenstand, müssen sie die Wahrheit sagen. Bestehen Zweifel an der Aussage, kann der Zeuge beziehungsweise die Zeugin vereidigt werden. Das hat eine Richterin am Amtsgericht Cottbus zuletzt nicht zugelassen.

Die wegen Korruptionsvorwürfen beim Bau zweier Wasserleitungen am neuen Hauptstadtflughafen BER in Schönefeld Angeklagten und ihre Anwälte stehen zum Prozessauftakt am 21.10.2014 im Gerichtssaal des Landgerichtes in Cottbus (Brandenburg). Deshalb müssen sich jetzt drei Manager im Alter von 50 bis 62 Jahren vor Gericht verantworten. Die zuständige Staatsanwaltschaft Neuruppin wirft ihnen Bestechlichkeit, Bestechung, Betrug und Urkundenfälschung vor. Zu den Taten soll es zwischen 2005 und 2011 gekommen sein. Foto: Patrick Pleul/dpa ++ +++ dpa-Bildfunk +++

Bleibt der Platz im Zeugenstand unentschuldigt leer, schreitet das Gericht zur Tat. In Cottbus lässt die Einsicht in die Bürgerpflicht zu wünschen übrig. (Symbolbild)

Patrick Pleul/dpa