Diktatur, Lügenpresse und Profitgier der Pharmaindustrie – die Anschuldigungen der Protestierenden auf den Corona-Demos sind schwerwiegend. Aber sind sie auch berechtigt? Seit Monaten gehen von Schwedt bis Cottbus Hunderte bis Tausende Menschen nicht mehr nur montags auf die Straße. Allerdings müssen sie sich den Vorwurf gefallen lassen, dass sie Seite an Seite mit Rechtsradikalen laufen – das wirft ihnen Sebastian Walter vor. Er ist Fraktionsvorsitzender der Brandenburger Linken und Co-Organisator der Gegenproteste in Eberswalde. In der neuen Doppelfolge vom MOZ-Podcast „Dit is Brandenburg“ bezeichnet der Politiker einen Teil der Montagsdemonstranten als „die Unsichtbaren“. Was er darunter versteht, hört ihr im ersten Teil der neuen Podcast-Doppelfolge.

Corona-Proteste in Brandenburg – im Fadenkreuz von Telegram-Usern

Wie immer auf den gängigen Streaming-Plattformen Spotify, Apple Podcast, Amazon Music, Deezer, Google Podcast und Player.fm.
Susann Worschech von der Viadrina in Frankfurt (Oder) warnt zudem vor der zunehmenden Radikalisierung der Protestierenden. Im Gespräch mit dem Podcast-Team zieht sie Parallelen zu den 1990ern und der Wendejugend.
Wie ist es aber, wenn das eigene Bild in Telegram-Gruppen kursiert? Ein Journalist aus Cottbus, der von den Protesten berichtet, muss nun mit dieser Tatsache umgehen. Im zweiten Teil der Doppelfolge erzählen er und MOZ-Chefredakteur Claus Liesegang von den Gefahren und dem schwierigen Umgang mit Protestierenden, die wöchentlich „Lügenpresse“ skandieren und Drohungen gegen Pressevertreter oder ganze Redaktionen aussprechen.
In beiden Teilen wird es zudem um den Umgang der Polizei mit den Protestierenden gehen – insbesondere um die Frage, warum so viele unangemeldete Demonstrationen nicht aufgelöst werden.