Wie lebt es sich queer in Brandenburg? Das besprechen wir in der zwölften Folge unseres Podcast „Dit is Brandenburg“.
Unsere MOZ-Kolleginnen Peggy Lohse und Nancy Waldmann sind zu Gast im Studio. Sie berichten ganz offen und persönlich von ihren Erfahrungen in Brandenburg, wie sie die queere Infrastruktur wahrnehmen und ob sie sich bei Aufenthalten jenseits der deutschen Grenze in Polen anders verhalten.
Beide waren in die Organisation des ersten Pride in der Doppelstadt Frankfurt (Oder) und Słubice am 5. September 2020 involviert und erzählen im Podcast, wie es zu der Idee kam und was sie sich von der Veranstaltung erhoffen.
Im Interview berichtet Lars Bergmann, der Geschäftsführer des Verein AndersARTiG, über das Engagement des Vereins in den Bereich Bildung und Aufklärung sowie die LesBiSchwule Tour, die über vielfältige Lebensweisen in eher ländlich geprägten Räumen in Brandenburg informiert.
Der Geschäftsführer des LSV (Lesben und Schwulen Verband) Berlin-Brandenburg spricht zur politischen Dimension von LGBTIQ und wie sich der LSV in diesem Bereichen einsetzt. Auch auf die Situation im Nachbarland Polen geht die Podcast-Folge ein.

LGBTIQ in Polen

Denn Brandenburg teilt eine fast 280 Kilometer lange Grenze mit Polen, zahlreiche Städte fungieren als Doppelstädte und Grenzpendler sind Teil des Brandenburger Alltags. Homophobe Zwischenfälle sorgen öfter für Schlagzeilen, vor allem die selbstständige Deklaration einiger Gemeinden als „LGBT-freie Zonen“ sorgte zuletzt für Aufsehen und deutliche Kritik. Während des jüngsten Wahlkampfes zu den Präsidentschaftswahlen in Polen verschärfte sich der öffentliche Ton weiter und homophobe Hetze prägte viele Wahlkampfreden, LGBTIQ wurde als Ideologie dargestellt. Deswegen kommt im Podcast eine junge Aktivistin aus Słubice zu Wort, die von der gesellschaftlichen Situation im Land berichtet sowie eigene Erfahrungen schildert.