Nach Anschlag in Berlin: Wie sicher ist die Grüne Woche 2026?

Die Grüne Woche findet in Berlin statt. Die Veranstalter erwarten rund 1.500 internationale und nationale Aussteller, die kulinarische Spezialitäten, Landwirtschaft und Gartenbau präsentieren.
Hannes P Albert/dpa- Nach Stromnetz-Anschlag in Berlin: Grüne Woche 2026 steht im Fokus der Sicherheitsvorbereitungen.
- Veranstalter erwarten 1.500 Aussteller aus Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau in Berlin.
- Sicherheitsmaßnahmen: Taschenkontrollen, geschultes Personal, eigene Polizeiwache auf dem Gelände.
- Keine Hinweise auf konkrete Gefährdung – Polizei und Veranstalter setzen auf bewährte Konzepte.
- Grüne Woche 2026: 100-jähriges Jubiläum, 90. Durchführung, findet vom 16. bis 25. Januar statt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nach dem Anschlag auf das Berliner Stromnetz und den Androhungen weiterer Taten von mutmaßlich linksextremistischen Aktivisten könnte nun auch die Grüne Woche in Berlin (16. bis 25. Januar 2026) noch einmal ganz anders in den Fokus rücken.
Denn auch wenn es in vielen Veranstaltungen auf der weltgrößten Agrar- und Ernährungsmesse zunehmend mehr um umweltfreundliche Technologie und ökologischen Anbau und tierschutzgerechte Haltung geht, so waren die Messen unter dem Funkturm auch schon in den vergangenen Jahren häufig Anlass für lautstarke Proteste.
„Als Messeveranstalter müssen wir bei jeder Veranstaltung damit rechnen, dass es Protestierende gibt, die für das eine oder das andere sind“, sagt Christine Franke, stellvertretende Pressesprecherin der Messe Berlin.
Taschenkontrollen auf der Grünen Woche
„Wir sind darauf vorbereitet und entwickeln veranstaltungsbezogene Sicherheitskonzepte, die den Einsatz von Sicherheitspersonal auf dem gesamten Messegelände koordinieren und weitere Sicherheitsmaßnahmen festlegen.“
Dabei werde bei einer Großveranstaltung wie der Grünen Woche natürlich ein besonderes Augenmerk auf die Sicherheit der Besucher gelegt. „Unser Dienstleister ist mit geschultem Sicherheitspersonal auf dem gesamten Gelände vertreten.“
Das Personal kontrolliere unter anderem den Einlass und führe Taschen- und Gepäckkontrollen durch. Vorgaben zur Größe der Taschen oder Rucksäcke, wie häufig bei Konzerten und Festen, gibt es allerdings bei der Grünen Woche nicht. Grundsätzlich nicht erlaubt sind Gegenstände, deren Mitführen gesetzlich generell verboten ist, wie zum Beispiel Waffen aller Art.
Mehr Details zum Sicherheitskonzept wolle man aber gerade auch zum Schutz der Gäste nicht verraten, bittet Christine Franke um Verständnis.
Eigene Polizeiwache auf der Grünen Woche
Was aber klar ist: Auch die Polizei wird wie jedes Jahr vor Ort sein. „Es gibt eine eigene Polizeidienststelle im Servicecenter Halle 7, die zur Veranstaltungslaufzeit besetzt ist“, so die Messe-Sprecherin. Außerdem seien zusätzliche Kräfte wie Zivilstreifen vor Ort.
Besonders viel Sicherheitspersonal wird sicher auch eingesetzt, wenn der Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat Alois Rainer (CSU) die Messe eröffnet und mit anderen hochrangigen Politikern durch die Hallen schlendert.
„Der örtlich zuständige Polizeiabschnitt 22 mit seinen Einsatzkräften sorgt für den Schutz der Veranstaltung, wobei auch in diesem Jahr auf ein seit vielen Jahren bewährtes Einsatzkonzept zurückgegriffen wird“, betont Martin Stralau, Sprecher der Berliner Polizei.
Die Polizistinnen und Polizisten in der täglichen Messewache stünden in engem und fortlaufendem Austausch mit dem Veranstalter, um im Bedarfsfall ein schnelles und koordiniertes Handeln sicherzustellen. „Zusätzlich kommen Polizeidienstkräfte sowohl auf dem Messegelände als auch im unmittelbaren Nahbereich zum Einsatz“, so Stralau.
Grüne Woche: Diskutieren statt blockieren
Die polizeilichen Maßnahmen würden dabei fortlaufend überprüft und bei entsprechenden Lageentwicklungen angepasst. Bisher lägen allerdings keine Erkenntnisse einer konkreten Gefährdung oder Störung der Veranstaltung vor.
„Wir hoffen, dass Teilnehmende der Grünen Woche die Gelegenheit nutzen, um zu diskutieren und nicht zu blockieren“, sagt Messe-Sprecherin Christine Franke. Die Grüne Woche als Dialogplattform bietet hunderte Diskussionsforen und Veranstaltungen, bei denen auch aktuell sehr kontrovers diskutierte Themen erörtert werden könnten. „Wir laden Demonstrierende dazu ein, die Grüne Woche zum sachlichen Austausch zu nutzen.“
Grüne Woche feiert zwei Jubiläen
Die Agrar- und Ernährungsmesse Grüne Woche findet vom 16. bis 25. Januar 2026 in den Messehallen in Berlin-Charlottenburg statt.
Zehn Tage lang präsentieren zahlreiche Aussteller aus den Bereichen Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau ihre Produkte, Ideen und Themen.
Die Grüne Woche 2026 feiert ihr 100-jähriges Jubiläum, findet aber erst zum 90. Mal statt, denn während des Zweiten Weltkriegs und in den Corona-Jahren musste sie ausfallen.


