Für Kraniche in Brandenburg ist dieses Jahr das dritte schlechte in Folge gewesen. Zu dieser Einschätzung kommen Naturschützer der Arbeitsgemeinschaft Kranichschutz in Brandenburg. Wegen der langen Trockenheit gebe es immer weniger Brutplätze und weniger Nahrung für die größte europäische Vogelart, sagte Michael Modrow, Brutplatzbetreuer der AG Kranichschutz. Normalerweise betrage der Anteil an Jungvögeln in den Kranichgruppen, die sich im Herbst zum Abflug in die Winterquartiere sammeln, etwa 10 bis 15 Prozent. In diesem Jahr gebe es gerade einmal 5 Prozent Kranichnachwuchs.

Nistplätze der Kraniche ausgetrocknet

Die Tiere bevorzugen Nist- und Schlafplätze im flachen Wasser, um sich vor Feinden wie Fuchs, Wildschwein oder Marderhund zu schützen. Die Quartiere seien größtenteils ausgetrocknet. Zudem gebe es aufgrund der Trockenheit weniger Insekten, Würmer und Käfer als Nahrung für Kraniche. Stimmten die Bedingungen nicht, brüteten viele Kranichpaare nicht oder die Jungvögel verhungerten, sagte Modrow.