Im Vorjahr, als der Waldschadenbericht die schlimmsten Beeinträchtigungen der märkischen Wälder seit 1990 konstatierte, fielen 250.000 Kubikmeter Schadholz an. Bis zum Mai diesen Jahres waren es bereit 300.000 Kubikmeter. Im Mai waren im Landeskompetenzzentrum 497 Hektar als abgestorben eingetragen, 7465 Hektar gelten als geschädigt.
Luthardt betonte, dass die Niederschläge im Mai zwar der Landwirtschaft zugutegekommen sind, für die Wälder habe der Regen jedoch nicht ausgereicht. Im dritten Jahr in Folge leiden die Bäume unter Wassermangel. Das habe zu einer rapiden Ausbreitung von Schädlingen wie dem Borkenkäfer geführt. Besonders betroffen sind Kiefern und Fichten. Thomas Weber, Vorsitzender des Waldbesitzerverbandes Brandenburg, beklagt, dass durch die Mengen an Schadholz sich der Holzpreis im Vergleich zu vor zwei, drei Jahren halbiert habe. Es fehle damit das Kapital für Neuaufforstungen und Investitionen.
Bundesagrarministerin Julia Glöckner (CDU) erklärte am Mittwoch gegenüber Waldbesitzern, dass aus dem Corona-Konjunkturprogramm 700 Millionen Euro für den Forstbereich vorgesehen sind. Eine halbe Milliarde solle als Flächenprämie ausgezahlt werden. 100 Millionen Euro sollen für technische Innovationen und die Digitalisierung in der Forstwirtschaft eingesetzt werden. Mit einem Betrag in der gleichen Höhe soll klimafreundliches Bauen mit Holz gefördert werden. Thomas Weber begrüßte die Unterstützung durch den Bund. Vom Land erwartet er die rasche Änderungen in der Bauordnung, um mehrgeschossige Häuser in Holzbauweise errichten zu können.
Kommentar zum Thema: Ein Fall für Generationen