Neonazi und Rocker
: 31-jähriger Mann in Puschkinpark in Cottbus erschossen

Ein Mann ist in Cottbus in einem Park mit schweren Verletzungen gefunden worden und wenig später gestorben.
Von
LR Café-Tester
Cottbus
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Ein Mann ist Sonntagnacht im Cottbusser Puschkinpark erschossen worden.

ahu

Am Sonntagabend ist die Polizei kurz nach 20:30 Uhr zum Puschkinpark in Cottbus gerufen worden, da Zeugen dort Schüsse gehört und einen schwer verletzten Mann gefunden hatten.

Der Mann konnte trotz Reanimationsversuchen durch Rettungsdienst und Notarzt nicht gerettet werden und verstarb, teilte die Polizei mit. Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich bei dem Toten um Martin M, einen Neonazi mit Verbindungen in das sogenannte Rockermilieu. Martin M. trat auch bei dem extrem Rechten Kampfsportevent Kampf der Nibelungen an und arbeitete als Türsteher für den Cottbusser Club Scandale. 

Nach Informationen der Lausitzer Rundschau hat sich die Tat auf dem Klosterplatz ereignet, Zeugen hörten Schüsse, der schwer verletzte Mann wurde dann in der Mönchsgasse gefunden, erlag dort seinen Verletzungen.

Einen zweiten Toten hat es, entgegen anderslautenden Spekulationen in den sozialen Netzwerken, laut Polizei nicht gegeben.

Noch in den Nachtstunden kamen demnach Fährten- und Sprengstoffspürhunde zum Einsatz, um gemeinsam mit Kriminaltechnikern Beweismittel zu sichern. Zudem ist der Täter noch nicht gestellt. Die Mordkommission ist vor Ort.

Der Klosterplatz war auch am Montagmorgen noch abgesperrt. Im Laufe des Tages soll nach Angaben der Staatsanwaltschaft das Opfer obduziert werden. Wie die Polizeidirektion Süd am Montagmorgen mitteilte, ist die Identität des getöteten Mannes inzwischen geklärt. Es handelt sich um einen 31-Jährigen Deutschen aus der Region Cottbus.

Die Täter sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft noch auf der Flucht. Es gäbe aber inzwischen einige Hinweise von Zeugen, die Angaben zum Tathergang machen konnten und die zurzeit ausgewertet werden.