Den Rückgang im aktuellen Sommersemester führt die Uni allerdings auch darauf zurück, dass zahlreiche ausländische Studierende sich wegen der Corona-Krise umorientiert haben. Das erstmalige virtuelle Schnupperstudium für künftige Studierende sei dagegen auf  "sehr positive Resonanz" gestoßen.
Auch an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) sind nur noch für das stark nachgefragte Fach "Soziale Arbeit" besonders gute Noten erforderlich. Brandenburgs Wissenschaftsministerin Manja Schüle (SPD) sagte: "Hinter den Abiturienten liegt ein schwieriges Schuljahr und für viele steht jetzt eine wichtige Entscheidung an. Unsere Hochschulen sind hervorragend in der Lehre, Studienorganisation und Betreuung und überzeugen nicht durch Hürden, sondern durch Chancen."
Die Bewerbungsfristen für Studienanfänger wurden bis Ende August verlängert, das Wintersemester startet an den Unis erst Anfang November. Die einzige Uni in Brandenburg, bei der für zahlreiche Studiengänge ein Numerus Clausus (NC) gilt, ist die in der Landeshauptstadt Potsdam. Allerdings steigen hier die Studierendenzahlen seit Jahren.
Ganz anders ist die Entwicklung in Großstädten wie Berlin und Hamburg. Hier haben zwei von drei Studiengängen einen NC. Wegen der hohen Nachfrage sind Hochschulen in Großstädten oft überbelegt, was sich gerade unter Corona-Bedingungen als Nachteil erweist.
Auch Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Thüringen sowie das Saarland verzichten in diesem Jahr auf Beschränkungen bei den Zulassungen.