PCK Schwedt
: Raffinerie rechnet mit Engpässen bei Drushba-Pipeline – Öl aus Rostock fließt schon

Der Bund steigt beim PCK in Schwedt ein und wird Rosneft Deutschland unter Treuhandverwaltung stellen. Schon jetzt rechnet die Raffinerie mit Einschränkungen bei der Öl-Lieferung aus Russland.
Von
Katharina Schmidt
Schwedt
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Dampf steigt aus dem Kühlturm in der Raffinerie des PCK in Schwedt. Das russische Mineralölunternehmen hält 54 Prozent Anteile an der Raffinerie – diese sollen nun in Treuhandverwaltung des Bundes fallen. Das PCK rechnet mit Auswirkung auf Öl-Lieferungen aus Russland.

Oliver Voigt

Seit dem Morgen des 16. Septembers ist es offiziell: Der Bund schaltet sich im PCK Schwedt ein. Die Bundesnetzagentur wird die 54 Prozent der Anteile, die das russische Mineralunternehmen Rosneft an der Raffinerie hält, unter Treuhandverwaltung stellen. Das PCK Schwedt stellt nun klar: „Die Treuhandverwaltung für die Rosneft Deutschland bedeutet nicht, dass PCK unter eine Treuhandverwaltung gestellt ist“, heißt es in einer Pressemitteilung vom 16. September.

Die neuen Ereignisse könnten schon jetzt Einfluss auf den Betrieb der Raffinerie nehmen. „Wir bereiten uns auf mögliche, kurzfristige Einschränkungen in der Drushba-Rohölversorgung vor.“ Schon heute fließe ein Teil des Rohöls aus Rostock.

Rosneft vereint zwölf Prozent der deutschen Erdölverarbeitung auf sich

Nicht nur das PCK in Schwedt, sondern auch die Standorte Karlsruhe in Baden-Württemberg sowie Vohburg in Bayern werden unter die Treuhandverwaltung der Bundesnetzagnetur gestellt.

Die Rosneft Deutschland GmbH und die RN Refining & Marketing GmbH vereint zwölf Prozent der deutschen Erdölverarbeitungskapazität auf sich und ist eines der größten erdölverarbeitenden Unternehmen in Deutschland laut Bundeswirtschaftsministerium.

Weitere Details, auch zum geplanten „Zukunftspaket“ für Schwedt, wollen Bundeskanzler Olaf Scholz, Wirtschaftsminister Habeck und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke am Freitagnachmittag erläutern.

Mehr folgt in Kürze.