Polizei
: Mann in Berlin ins Gleisbett der U-Bahn gestoßen

Im Berliner Stadtteil Hellersdorf hat ein Mann in einen Streit eingegriffen. Das wurde für ihn selbst gefährlich. Denn dabei wurde er von einem der Beteiligten auf die U-Bahn-Gleise gestoßen.
Von
MOZ
Berlin
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In Hellersdorf wurde ein Mann auf die Gleise der U-Bahn gestoßen (Symbolbild).

Christophe Gateau

Ein Vorfall auf dem U-Bahnhof in Hellersdorf hätte am Donnerstagnachmittag schwere, wenn nicht gar tödliche Konsequenzen haben können. Nach den derzeitigen Erkenntnissen der Polizei soll ein betrunkener Mann gegen 15.30 Uhr zunächst ein Kind auf dem Bahnsteig der Station verbal eingeschüchtert haben.

Als ein Fahrgast den 48-Jährigen von dem Kind wegzog, stieß dieser den Helfenden derart heftig, dass er mit seinem Fahrrad auf die Gleise stürzte. Da sich in diesem Moment eine U-Bahn näherte, ließ der 28-Jährige sein Fahrrad liegen und gelangte mit Hilfe weiterer Fahrgäste auf den rettenden Bahnsteig zurück. Die Bahn prallte gegen das Rad, welches sich unter dem Zug verkeilte. Der Geschubste flüchtete in den Führerstand, in welchen der Angreifer trotz Gewalt nicht gelangte.

Angreifer nun in der JVA

Alarmierte Polizeikräfte nahmen ihn kurz darauf in Gewahrsam und stellten bei ihm einen Atemalkoholwert von über 2,6 Promille fest. Nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung sowie einer Blutentnahme wurde der Festgenommene einer Justizvollzugsanstalt überstellt, da er mit Haftbefehl wegen einer nicht bezahlten Geldstrafe gesucht wurde. Der 28-Jährige kam mit leichten Blessuren am Oberkörper davon und brauchte nicht ins Krankenhaus. Die Ermittlungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr hat das Fachkommissariat des Landeskriminalamtes übernommen.