Nach technischen Problemen kurz nach dem Start ist am Autobahndreieck Nuthetal bei Michendorf südlich von Potsdam ein Tragschrauber abgestürzt. Nach Polizeiangaben vom Donnerstag wurden die beiden Insassen, der Pilot und der Co-Pilot, bei der geplanten Notlandung verletzt. Sie mussten zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden.

Bei Notlandung abgestürzt

Das offene Fluggerät mit zwei Sitzen hintereinander war auf dem kleinen Flugplatz Saarmund gestartet, der sich in unmittelbarer Nähe der Autobahn befindet. Bei Tragschraubern haben die Rotoren kein Triebwerk. Sie tragen das per Propeller angetriebene Fluggerät durch den Fahrtwind.
Nach dem Start wurden laut Polizei technische Probleme festgestellt. Der Tragschrauber versuchte, auf einer Tangente des Autobahndreiecks notzulanden und stürzte dabei ab. Straßenfahrzeuge waren nicht in den Unfall verwickelt, allerdings bildete sich in der Folge ein Stau.

Sperrung auf der A115 aufgehoben

Die Abfahrt in Richtung Magdeburg war vorübergehend gesperrt. Die Feuerwehr hatte die Unfallstelle gesichert. Inzwischen kann der Verkehr wieder ungehindert fließen.
Die Verkehrsinformationszentrale Berlin teilte zuvor über Twitter zur Unfallräumung mit. Der rechte Fahrstreifen war als erstes wieder befahrbar.

Betriebsstoffe ausgelaufen

Wie die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ) berichtet, hat die Feuerwehr den Tragschrauber inzwischen wieder aufgerichtet. Der Propeller sei komplett zerstört worden. Auch Betriebsstoffe seien ausgelaufen, weshalb die Feuerwehr auch den Brandschutz sicherstellte.
Das Dreieck Nuthetal verbindet die Autobahn A115 nach Berlin mit der A10, dem Autobahnring um Berlin. In unmittelbarer Nähe befindet sich der kleine Flugplatz Saarmund.