Ein verdächtiges weißes Pulver in einem Brief hat am Donnerstag einen Großeinsatz auf dem Gelände der brandenburgischen Staatskanzlei ausgelöst. Das Polizeipräsidium Potsdam bestätigte den Einsatz gegenüber MOZ.de. Die Märkische Allgemeine berichtet zuerst.
Nach Aussage von Regierungssprecher Florian Engels war das Justizministerium, das sich auf dem Gelände befindet, betroffen. Dort wurde ein Brief mit der unbekannten Substanz geöffnet. Der Regierungssitz von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) war entgegen ersten Meldungen demnach nicht betroffen.

Welche Details gibt es zum Einsatz in Potsdam?

Nach Aussage der Potsdamer Feuerwehr wurde niemand verletzt. Die Substanz wurde zur weiteren Untersuchung eingeschickt. Die Feuerwehr war mit rund 20 Personen im Einsatz.
Laut Aussage der Polizeidirektion West ereignete sich der Vorfall gegen 9.00 Uhr am Donnerstag (3.11.), als ein Mitarbeiter der Poststelle des Justizministeriums beim Öffnen eines Briefes mit unbekanntem Absender eine weiße, unbekannte Substanz entdeckte. Daraufhin wurde die Poststelle und die umliegenden Büros geräumt. Eine generelle Evakuierung des Gebäudes fand nach Aussage eines Ministeriumssprechers nicht statt.
Der Mitarbeiter wurde vorsorglich ins Krankenhaus gebracht und untersucht. Hinweise auf Verletzungen gibt es nicht. Die Analyse der Substanz übernimmt das Landeskriminalamt.
Am Nachmittag um 15.30 Uhr dann die Entwarnung – das Justizministerium teilt mit: „Das Pulver war harmlos.“