Public Viewing in Berlin: Darum sind 70 WM-Spiele draußen tabu

Public Viewing zu Fußball-Turnieren hat in Berlin inzwischen Tradition,.Was trotz Sperrstunde erlaubt ist und was nicht, besagt nun eine neue Sonderegelung des Senats.
Christoph Soeder/picture alliance/dpa- Public Viewing draußen ist in Berlin stark begrenzt – nur 34 von 104 WM-Spielen erlaubt.
- Erlaubt sind Spiele mit Anpfiff bis 20 Uhr, freitags und samstags bis 21 Uhr.
- Deutschland-Spiele: draußen zu jeder Tages- und Nachtzeit gestattet.
- Viele K.o.-Spiele fallen weg: im Viertelfinale nur ein Spiel vor 22 Uhr.
- Draußen nur mit Sondergenehmigung, laute Fanartikel und Pyrotechnik sind untersagt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Zu den Deutschland-Spielen ist das Public Viewing in Berlin nun auch draußen und zu jeder Tages- und Nachtzeit erlaubt. Doch was die anderen 47 Mannschaften der Fußball-WM vom 11. Juni bis 19. Juli 2026 angeht, so sieht es eher Mau aus mit dem gemeinsamen Fußballschauen unter freiem Himmel.
Denn unter der Woche müssen die WM-Spiele, die in Mexico, Kanada und den USA stattfinden, nach der neuen Verordnung der Senatsumweltverwaltung bis um 20 Uhr, freitags und samstags bis 21 Uhr anpfiffen sein, damit sie auf Kneipenterassen, in Strandbars oder Biergärten in Berlin gezeigt werden können.
In diese erlaubte Kategorie fallen aber gerade mal 20 der insgesamt 72 Spiele in der Vorrunde. 52 Partien fallen in die Zeit danach, und dürfen somit nur in geschlossen Gaststätten gezeigt werden. Beispiele dafür sind unter anderem das Eröffnungsspiel Mexico – Südafrika (11. 6.) oder die Partie Frankreich – Senegal (Di, 16. 6.), die beide um 21 Uhr angepfiffen werden und damit zu spät für das Ordnungsamt.
WM-Viertelfinale: Nur ein Spiel vor 22 Uhr
Auch wenn es in der K.o.-Runde richtig spannend wird, können im Sechzehntelfinale von 16 Spielen 10 nicht mehr draußen übertragen werden. Vom Achtelfinale können fünf von acht Spielen, beim Viertelfinale nur eines von vieren Open-Air gezeigt werden. Ob sich an den Zahlen durch das Weiterkommen der deutschen Nationalmannschaft noch geringfügig etwas ändert, kann nur der Fußballgott sagen.
Danach fällt noch das Spiel um Platz 3 am Samstag den 18. Juli um 23 Uhr in die Berliner Sperrstunde. In Clubs, Kneipen und Gaststätten selbst können auch nachts Spiele gezeigt werden.
Bei Fans und Gastronomen sorgen diese komplizierten Sonderregellungen anscheinen für Irritationen. Mehrere Betreiber von Strandbars und Biergärten haben auf ihren Webseiten angekündigt, alle Spiele draußen zu zeigen, die bis 22 Uhr angepfiffen werden.
„Das ist nicht erlaubt und kann mit Strafen bis zu 20 000 Euro geahndet werden“, erklärt Petra Nelken, Sprecherin der zuständigen Senatsumweltverwaltung. Generell müssen alle Gastronomen vorher eine Sondergenehmigung für das Public Viewing beantragt haben. „Ich kann auf jeden Fall nicht einfach spontan ein paar Tische und Stühle zur WM rausstellen“, betont die Sprecherin.
Laute Fan-Artikel untersagt
Doch auch bei einer Sondererlaubnis darf es beim gemeinsamen Tor-Jubel in den Berliner Wohnstraßen nicht zu laut werden. Die Nutzung von Vuvuzelas, Fanfaren, Trommeln, Pfeifen und ähnlichen Fanartikeln sowie von Pyrotechnik ist untersagt und muss vom Personal aktiv unterbunden werden, heißt es in der Verordnung.

