Razzia in Brandenburg und Berlin: Polizei verhaftet jungen Rechtsextremen

Bei einer Razzia in Brandenburg und Berlin hat die Polizei einen mutmaßlichen Rechtsextremisten festgenommen. (Symbolbild)
Soeren Stache/dpa- Polizei-Razzia in Berlin und Brandenburg: Wohnungen von acht Verdächtigen durchsucht.
- Festnahme eines 18-Jährigen wegen gefährlicher Körperverletzung und weiterer Gewalttaten.
- Gruppe „Deutsche Jugend voran“ soll zwei Journalisten am Ostkreuz brutal angegriffen haben.
- Opfer (23 und 25 Jahre) wurden geschlagen, getreten und von teils Vermummten umzingelt.
- Tat ereignete sich nach Demo-Rückkehr gegen einen CSD in Bautzen am 10. August.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Einsatz des Berliner Landeskriminalamtes (LKA) richtete sich gegen mutmaßliche Mitglieder der rechtsextremistischen Gruppe „Deutsche Jugend voran“. Bei einer großen Razzia durchsuchte die Polizei seit dem Morgen (30. September 2025) acht Wohnungen von jungen Männern und Frauen in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Sie sollen im Sommer in Berlin zwei junge Männer angegriffen haben.
Die fünf Männer und drei Frauen im Alter von 17 bis 22 Jahren sollen zur rechtsextremen Szene gehören. Der Vorwurf lautet gemeinschaftliche, gefährliche Körperverletzung. Einer von ihnen, ein 18-Jähriger, wurde verhaftet. Gegen ihn lag ein Haftbefehl vor. Er soll noch weitere Gewalttaten im Jahr 2024 verübt haben.
Angriff in Berlin nach Demo gegen CSD in Sachsen
Die acht Männer und Frauen sollen als Gruppe am Abend des 10. August am Berliner Bahnhof Ostkreuz von einer Demonstration gegen einen CSD in Bautzen (Sachsen) zurückgekommen sein. Dort warteten demnach zwei Journalisten im Alter von 23 und 25 Jahren, die die Rückkehr von Neonazis filmen oder fotografieren wollten. Die Beschuldigten sollen den wartenden Mann und die Frau zum Teil vermummt umzingelt und sie dann angegriffen, mehrfach gestoßen, geschlagen und getreten haben.
Razzia unter anderem in Erkner und Bernau
Die Durchsuchungen erfolgten in Berlin in Marzahn, Hellersdorf und Kaulsdorf, in Brandenburg in Heckelberg-Brunow, Erkner und Bernau sowie in Neustrelitz in Mecklenburg-Vorpommern. Beteiligt waren 90 Polizisten.
Die Polizei beschlagnahmte Handys, Datenträger und Kleidungsstücke. Alles soll auch im Vergleich mit Videoaufnahmen von der Tat und zur Unterstützung der Suche nach weiteren Tätern ausgewertet werden.
Polizei verhaftet 18-Jährigen in Berlin-Marzahn
Der in Marzahn verhaftete 18-Jährige soll außerdem im September 2024 mit Komplizen einen 41-jährigen Mann wegen dessen „Antifa“-T-Shirts angegriffen haben. Kurz darauf soll er einen weiteren Mann im Alter von 19 Jahren wegen anderer politischer Einstellung und etwas später in der S-Bahn einen 30-jährigen Mann wegen einer Jacke mit der Aufschrift „Antifaschistische Aktion“ angegriffen und verletzt haben.
