Gewalt in Berlin: Nach Überfall via Onlinedate – Razzia gegen rechtsextreme Jugendliche

Nach einem gezielten Überfall auf einen Mann in Berlin durchsucht die Polizei Wohnungen von verdächtigen Jugendlichen. (Symbolfoto)
Jens Kalaene/dpa- Razzia in Berlin und Brandenburg: Polizei durchsucht sieben Objekte nach brutalem Überfall.
- Fünf Verdächtige im Alter von 14 bis 21 Jahren, ein 21-Jähriger wurde festgenommen.
- Gruppe aus rechtsextremer Szene lockte 31-Jährigen via Dating-App in Karlshorst in eine Falle.
- Vorwurf: gemeinschaftliche gefährliche Körperverletzung und besonders schwerer Raub.
- Beschlagnahmt wurden mutmaßliche Beute, Tatkleidung, Waffen und Handys – 60 Beamte im Einsatz.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nach einem brutalen Überfall auf einen angeblich pädophilen Mann in Berlin hat die Polizei am Donnerstag, 2. Juli 2026, auch eine Wohnung in Ludwigsfelde (Landkreis Teltow-Fläming) durchsucht. Insgesamt nahmen die Ermittler sieben Wohnungen und andere Räume von fünf mutmaßlichen Tätern im Alter von 14 bis 21 Jahren ins Visier – neben Ludwigsfelde in den Berliner Bezirken Köpenick, Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg sowie auf Usedom in Mecklenburg-Vorpommern. Im Einsatz waren 60 Polizisten aus den drei Bundesländern. Ein 21-jähriger Mann wurde festgenommen.
Die Jugendlichen und jungen Männer aus der rechtsextremen Szene sollen den Mann in eine Falle gelockt, überfallen und schwer verletzt haben. Der Gruppe werden gemeinschaftliche gefährliche Körperverletzung und besonders schwerer Raub vorgeworfen. Beschlagnahmt wurden umfangreiche Beweismittel, darunter die mutmaßliche Beute, Tatkleidung, Waffen sowie Handys.
Die Verdächtigen sollen sich im Internet verabredet haben. Laut Polizei hätten sie sich als Minderjährige ausgegeben und Kontakt zu dem 31-jährigen Opfer aufgenommen. Am Sonnabend, 9. Mai 2026, sollen sie sich unter einem Vorwand mit dem Mann am S-Bahnhof Karlshorst getroffen haben. Bei dem Überfall sollen sie teilweise vermummt gewesen sein, einige hätten demnach Kleidung mit NS-Symbolik getragen und ein Springmesser sowie eine Schreckschusspistole dabeigehabt. Die mutmaßlichen Täter sollen den schwer verletzten Mann bei ihrer Flucht zurückgelassen haben.
Selbst ernannte „Pädojäger“ – Fakten zum Phänomen
Der Trend stammt aus den USA, deutsche Behörden kämpfen seit Jahren dagegen. Das Vorgehen: Über Fake-Profile geben sich die Gruppen als Minderjährige aus, verabreden ein Treffen und stellen den Chatpartner dort zur Rede – oft vor laufender Kamera, die Videos landen im Netz. Die bekannteste deutsche Gruppierung nennt sich „Einhorncrew“; ihr werden Verbindungen zu rechten Gruppierungen nachgesagt.
