Schmuggel in Berlin und Brandenburg: Luxusautos nach Russland verkauft – Zoll stoppt Bande

Zollfahndern ist eine Bande von Schmugglern ins Netz gegangen. Die Männer haben Luxusautos nach Russland geschmuggelt. (Symbolbild)
Hendrik Schmidt/dpaIm Auftrag der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) haben Einsatzkräfte des Zollfahndungsamts Berlin-Brandenburg am Dienstagmorgen (5.3.) den Handel mit hochwertigen Fahrzeugen nach Russland gestoppt. Die als Bande agierenden mutmaßlichen Täter sollen seit Juni 2022 unter Vorspiegelung einer Ausfuhr nach Weißrussland über 400 hochwertige Autos – meist hochmotorisierte Wagen der Marken BMW, Audi und Mercedes – mit einem Warenwert von über 28 Millionen Euro nach Russland verkauft haben.
Hierbei wurde augenscheinlich bewusst gegen die bestehenden EU-Sanktionen verstoßen, die die Ausfuhr der betroffenen Fahrzeuge explizit verbieten. Die über 100 Einsatzkräfte des Zollfahndungsamtes Berlin-Brandenburg sowie einer technischen Einheit der Landespolizei Berlin durchsuchten mit Beschluss des Amtsgerichts Frankfurt (Oder) am Dienstagmorgen (5.3.) insgesamt sieben Privat- und Firmenadressen sowie ein Bankschließfach in Berlin und Brandenburg. Wie der Sprecher des Zollfahndungsamtes Berlin-Brandenburg gegenüber diesem Nachrichtenportal sagte, habe es Durchsuchungen in Hoppegarten (Märkisch-Oderland) und Schöneiche (Oder-Spree) gegeben.
Gegen die drei männlichen Beschuldigten im Alter von 25, 49 und 52 Jahren – dem Vernehmen nach zwei Deutsche und ein Deutsch-Russe – wurden bereits im Vorfeld Haftbefehle erlassen und nun vollstreckt. Des Weiteren konnten Vermögenswerte in Höhe von über 1 Million Euro in Form von Bargeld, Immobilien und fünf Fahrzeugen gesichert und eingezogen werden. Die Ermittlungen und Auswertungen dauern an. Das Außenwirtschaftsrecht sieht im Falle eines bandenmäßigen Sanktionsverstoßes eine Freiheitsstrafe von nicht unter zwei Jahren vor.
