Schüsse in Berlin-Köpenick: Polizisten mit Messer bedroht – Mann niedergeschossen

Einsatzkräfte der Polizei betreten ein Grundstück, nachdem ein Polizist bei einem Einsatz in Berlin-Köpenick auf einen Mann geschossen und diesen verletzt hat.
John Boutin- Polizist schießt in Berlin-Köpenick auf Mann nach Bedrohung mit Messer.
- Mann alarmierte Polizei, drohte Menschen mit Messer anzugreifen.
- Beamter schoss, verletzte Mann schwer, aber nicht lebensbedrohlich.
- Mordkommission ermittelt, Einsatzort abgesperrt.
- Gewerkschaft der Polizei hält Waffeneinsatz für gerechtfertigt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ein Polizist hat bei einem Einsatz in Berlin-Köpenick auf einen Mann geschossen und diesen verletzt. „Es gab offenbar eine konkrete Bedrohungssituation, sodass es zur Schussabgabe kam“, sagte Polizeisprecher Florian Nath der Deutschen Presse-Agentur.
Dem Einsatz sei der Anruf eines Mannes gegen 10.50 Uhr am Donnerstag (9. Januar) über den Notruf vorangegangen. Dabei habe ein Mann gedroht, die Polizei müsse kommen, sonst werde er Menschen mit einem Messer angreifen.
Polizei schießt in Berlin-Köpenick auf Mann
Daraufhin seien Polizisten zur Kleinschewskystraße geeilt. Als die ersten Beamten dort eintrafen, soll ein Mann (26) mit einem Messer gedroht haben. Daraufhin zogen die Beamten ihre Dienstwaffen. Ein Beamter soll daraufhin drei Schüsse auf den Mann abgegeben haben, von denen ihn zwei Schüsse im Schulter- und ein Schuss im Bauchbereich trafen.
„Der Mann wurde nach derzeitigem Kenntnisstand nicht lebensbedrohlich, aber schwer verletzt und wird im Krankenhaus operiert“, teilte die Polizei auf der Plattform X mit. Die Polizei ging nach ersten Erkenntnissen davon aus, dass es sich bei dem Anrufer und dem verletzten Mann um denselben Menschen handelt. Er sei deutscher Staatsbürger, sagte der Sprecher. Weitere Angaben machte er zunächst nicht.
Mordkommission übernimmt Ermittlungen
Eine Mordkommission hat nach Angaben der Polizei die Ermittlungen übernommen. Dies ist üblich, wenn Polizisten im Einsatz auf Menschen schießen. Der Einsatzort wurde abgesperrt, Kriminaltechniker waren vor Ort und sicherten Spuren.
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) ging davon aus, dass der Einsatz der Schusswaffen berechtigt war. „Wir haben größten Respekt davor und keine Zweifel daran, dass sie dank ihres professionellen Handelns in einem psychisch extrem belastenden Einsatz Schlimmeres verhindert haben.“
Hintergründe zur Tat in Berlin-Köpenick noch unklar
Was den Mann zu der Tat bewegt hat, ist noch völlig unklar. Möglicherweise suchte er bewusst den Konflikt mit der Polizei, um sich das Leben zu nehmen. „Aus einem gefundenen Abschiedsbrief des Verletzten ergeben sich Anhaltspunkte dafür, dass dieser bewusst in Suizidabsicht eine Schussabgabe auf sich provoziert haben dürfte“, teilte die Polizei am Nachmittag mit. Für weitere Nachfragen war der Pressesprecher am Nachmittag nicht erreichbar.
Hinweis: Wir berichten nur in Ausnahmefällen über mutmaßliche Suizide, um keinen Anreiz für Nachahmung zu geben. Wenn Sie selbst depressiv sind, wenn Sie Suizid-Gedanken plagen, dann kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge im Internet oder über die kostenlose Hotline 0800/1 11 01 11 oder 0800/1 11 02 22 oder 11 61 23. Die Deutsche Depressionshilfe ist in der Woche tagsüber unter 0800/3 34 45 33 zu erreichen.
