Schuss in Berlin-Neukölln
: Polizist schießt jüngerem Bruder aus Versehen in den Hals

Ein Polizist hat seinen jüngeren Bruder mit einem versehentlichen Schuss schwer verletzt. Was zum Geschehen in Berlin-Neukölln bisher bekannt ist.
Von
dpa
Berlin
Jetzt in der App anhören

Ein Polizist trägt ein Standardgürtelholster mit seiner Dienstwaffe. In Berlin-Neukölln ist aus einer ähnlichen Waffe ein Schuss gefallen. Dabei verletzte ein Polizist seinen jüngeren Bruder schwer. (Symbolbild)

Julian Stratenschulte/dpa

Ein 22-jähriger Berliner Polizist hat seinem jüngeren Bruder versehentlich mit seiner Dienstpistole in den Hals geschossen. Der schwer verletzte Jugendliche wurde am Montagabend (7. August) in ein Krankenhaus gebracht, wie eine Polizeisprecherin am Dienstag sagte. Lebensgefahr bestehe nicht.

Der Polizist sei zu dem Zeitpunkt nicht im Dienst gewesen. Er wollte dem Bruder demnach in seiner Wohnung im Stadtteil Gropiusstadt (Bezirk Neukölln) seine Dienstwaffe zeigen, dabei löste sich der Schuss und traf den Bruder. Nach einem Bericht der Zeitung „B.Z.“ ist der Bruder 15 Jahre alt, das bestätigte die Polizei zunächst nicht.

Die Kriminalpolizei im Landeskriminalamt (LKA) ermittelt nun gegen den Polizeibeamten wegen Körperverletzung und Verstoßes gegen das Waffengesetz. Für den Umgang mit Dienstpistolen gelten bei der Polizei strenge Regeln. Die Waffen dürfen zwar unter bestimmten Umständen mit nach Hause genommen werden, müssen dort aber getrennt von der Munition in einem abgeschlossenem Behälter untergebracht werden.