Schusswechsel: Polnischer Gewaltverbrecher von Polizei getötet
Der Pole soll wenige Stunden zuvor eine 26–jährige Ukrainerin in seinem Heimatland getötet haben. Die deutschen Beamten wurden von ihren polnischen Kollegen über das Verbrechen informiert, weil nicht ausgeschlossen werden konnte, dass der Beschuldigte in Richtung Westen flieht. Das Fahrzeug des Mannes war zur Fahndung ausgeschrieben worden, sagte Polizeisprecher Torsten Herbst. Kurz nach 15 Uhr wurde eine Streife der Polizeidirektion Ost dann auch auf den gesuchten Mazda aufmerksam. Sie stoppten das Fahrzeug.
Daraufhin soll der Tatverdächtige nach Angaben des Sprechers mit einer Waffe „umhergefuchtelt“ und auf die Beamten gezielt haben. „Sie haben ihn noch angebrüllt“, beschrieb Herbst die nächsten Sekunden. Dann gaben sie mehrere Schüsse auf das Fahrzeug ab. Der Tatverdächtige soll dabei getötet worden sein. Bislang ist die Identität des Mannes nicht eindeutig geklärt. Vermutet wird aber, dass es sich um Pawel R. handelt. Der Pole soll wenige Stunden zuvor die junge Ukrainerin in einer Wäscherei getötet haben. Nach Informationen dieser Zeitung durch einem Kopfschuss. Vermutlich geht es um eine Beziehungstat. Das Opfer soll die Annäherungsversuche des Täters abgewiesen haben. Über nähere Umstände des Verbrechens machte die deutsche Polizei noch keine Angaben.
Die Schüsse auf den Tatverdächtigen wurden von zwei Polizeibeamten abgegeben, sagte Herbst weiter. Weil dem Einsatz umfangreiche Ermittlungen folgen werden, sicherten bis zum Abend Kriminaltechniker den Einsatzort zur Spurensuche ab. Der Fall wird zu einem späteren Zeitpunkt rekonstruiert werden, hieß es am Abend weiter.
Die Anschlussstelle Hellersdorf auf dem Berliner Ring blieb bis Redaktionsschluss gesperrt. Unklar blieb am Abend, ob der Tatverdächtige über die B 1 oder über die A12 fuhr.

