Hitze in Brandenburg
: Bis zu 34 Grad erwartet – was bei heißen Temperaturen hilft

Der Sommer und die Wetter-Warnungen haben Brandenburg im Griff. Von Salzstangen, über Wärmflasche bis Baden – was man an Hitze-Tagen tun sollte, erfahren Sie hier.
Von
Lisa Klopp-Jaber
Frankfurt (Oder)
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Es ist heiß in Deutschland. Was man essen sollte, welche Kleidung optimal für die Hitze ist und warum Sie Ihre Wärmflasche herausholen sollten, lesen Sie hier. (Symbolbild)

Patrick Pleul, dpa

Die Sonne brennt und die Brandenburger kommen dabei ganz schön ins Schwitzen. Und das soll vorerst auch so bleiben.

Für die kommenden Tage sagt der Deutsche Wetterdienst Temperaturen voraus, die nahe an die 30-Grad-Marke heran kommen. Am Freitag (18. August) und Samstag soll diese dann geknackt werden. Der Samstag wird in Brandenburg mit 34 Grad besonders heiß. Auch die Nächte werden mit 17 bis 20 Grad recht warm. Um diese Temperaturen besser ertragen zu können, haben wir für Sie jede Menge Tipps.

Hohe Temperaturen können für den menschlichen Organismus eine starke Belastung sein und zu Dehydrierung, Hitzschlag, Sonnenbrand oder Kreislaufversagen führen. 2022 starben in Brandenburg viermal so viele Menschen an den Folgen der Hitze wie im langjährigen Durchschnitt. Wie man sich an heißen Tagen verhalten sollte und welche Tricks es gibt, lesen Sie hier.

Tipps für Hitze-Tage

Drinnen bleiben: An Hitze-Tagen sollte alle, besonders aber Senioren, Schwangere, Babys und Kleinkinder sowie chronisch Kranke, während der Mittagsstunden im Haus bleiben. Sport, alltägliche Erledigungen wie Einkaufen oder Ausflüge können morgens und vormittags erledigt werden, wenn es noch nicht zu heiß ist.

Sonnenschutz: Wer sich draußen aufhält, sollte sich mit einer Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor eincremen, seinen Kopf bedecken und UV-Kleidung tragen. Außerdem sollte man darauf achten, dass man keine enge Kleidung trägt, da sich dadurch die Hitze unter der Kleidung stauen könnte. Leichte, luftige Kleidung ist in der Sommerhitze empfehlenswert.

Wohnung abkühlen: Um für ein angenehmeres Raumklima zu sorgen, empfiehlt es sich, vor allem nachts und in den frühen Morgenstunden zu lüften. Dann sind die Außentemperaturen oft erträglicher. Sobald es draußen wärmer ist als drinnen, sollten die Fenster geschlossen bleiben.

Rollos oder Jalousien schützen zusätzlich vor Sonneneinstrahlung. Computer, Fernseher und Spülmaschine sollten, wenn sie nicht gebraucht werden, abgeschaltet werden. Selbst im Stand-by-Modus produzieren sie noch Wärme. Ein Klimagerät oder ein Ventilator, kann zusätzlich Abkühlung verschaffen.

Viel trinken: Anderthalb bis zwei Liter Wasser sollten während Hitze-Tagen getrunken werden. Eiskalte Getränke bringen den Kreislauf erst richtig in Schwung, deshalb sollte man zu Getränken mit Raumtemperatur oder nur leicht gekühlte Getränke greifen.

Leichte Kost: Leichte Gerichte sind bei hochsommerlichen Temperaturen immer die bessere Wahl. Ideal ist es, wenn Obst, Salat und Gemüse ganz oben auf der Speisekarte stehen. Gemüse- und Obstsorten, in denen viel Wasser steckt, tun an warmen oder heißen Tagen besonders gut, also beispielsweise Salatgurken, Wassermelonen, Blattsalat, Zucchini und Tomaten. Außerdem sollte man zusätzlich etwas Salz zu sich nehmen, da man durch das viele Schwitzen viele Mineralstoffe verliert. Salzstangen oder eine Laugenbrezel gehören also auch auf den Einkaufszettel.

Körper abkühlen: Eis essen, viele Pausen einlegen, baden, kaltes Fußbad, kühle Lappen im Nacken, Wasserspiele – der Körper muss heruntergekühlt werden, besonders wenn man nicht die Möglichkeit hat, die Beine innerhalb der Wohnung hochzulegen. Besonders Kinder, Schwangere, Senioren und chronisch Erkrankte müssen eine Abkühlung, die zu ihnen passt, finden.

Trick 1: Wärmflasche für erholsamen Schlaf

Wenn es sich sogar nachts kaum abkühlt, klagen viele Menschen über Schlafprobleme. Als Einschlafhilfe gibt es einen praktischen Trick: Dazu eine Wärmflasche mit kaltem Wasser befüllen und diese als kühlende Erfrischung zwischen die Oberschenkel legen. „Die angenehme Kälte verteilt sich über das Blutbahnsystem gleichmäßig im ganzen Körper“, sagt Dr. Thomas Wollersheim, der Experte der AOK Rheinland/Hamburg.

Trick 2: Nachtwäsche oder Bettlaken ins Eisfach

Wer seine Nachtwäsche oder das Bettlaken abends für einige Zeit in einer Kunststofftüte in das Eisfach legt und anschließend überstreift, sorgt ebenfalls für einen Frische-Effekt beim Einschlafen und hilft dem Körper, die Temperatur zu senken.

Achtung: Kaltes Duschen vor dem Schlafengehen bringt den Kreislauf dagegen erst richtig in Schwung. Deshalb lieber lauwarm duschen und nicht abtrocknen, sondern das Wasser auf dem Körper langsam verdunsten lassen.

Wann droht Hitzeschlag

Gesundheitliche Risiken haben nicht nur ältere Menschen, Kleinkinder, Schwangere und Menschen mit chronischen Erkrankungen. Auch Menschen mit anstrengenden körperlichen Tätigkeiten, die extremer Hitze ausgesetzt sind, seien gefährdet, warnt die AOK. Symptome für eine zu große Hitzebelastung seien Abgeschlagenheit, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit.

Gelingt es dem Körper nicht mehr, sich durch Schwitzen ausreichend abzukühlen, kann es zu einem Hitzschlag kommen.

Typische Anzeichen dafür sind:

Als erste Maßnahmen bei Anzeichen eines Hitzschlags sollten sich Betroffene an einen kühlen Ort begeben und sich im Liegen ausruhen. Die Kleidung sollte geöffnet, der Körper mit kalten Umschlägen gekühlt und ausreichend Flüssigkeit aufgenommen werden. Im Notfall rufen Sie immer 112 an.

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