Sommerferien in Berlin und Brandenburg: Wegen Staus – Samstag-Fahrverbot für Lkw

Ferienstart mit dem Auto: Der ADAC rechnet am Wochenende (25. bis 27. Juli) mit langen Staus auf Autobahnen. Auch in Berlin und Brandenburg starten Tausende Familien in die Ferien. Lkw dürften auf einigen Strecken jedoch nicht in der Schlange stehen.
Marijan Murat/dpa- Sommerferien in Berlin und Brandenburg: ADAC warnt vor vollen Autobahnen vom 25.–27. Juli.
- Verschärftes Lkw-Fahrverbot: Samstags 7–20 Uhr auf ausgewählten Strecken, u. a. A9 und A10.
- Ausnahmen für Lkw: Transport von Milch, Fleisch, Fisch, Obst, Gemüse sowie Ukraine-Exportwaren.
- Haupt-Stauzeiten: Freitag (Nachmittag), Samstag (Vormittag) und Sonntag (Nachmittag).
- Betroffene Strecken: A12, A2, A9, A10, A11, A19, A24 – Alternative Routen oder Reisetage empfohlen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mit dem Start der Bundesländer Brandenburg, Berlin, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein in die Sommerferien dürfte es am kommenden Wochenende (25. bis 27.7.) auf vielen Strecken in Deutschland richtig voll werden. „Die Autobahnen dürften vielerorts an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen“, heißt es in einer Mitteilung des Allgemeinen Deutschen Automobilclubs (ADAC).
In Brandenburg ist aktuell besonders die A12 ein Stau-Hotspot. Das liegt allerdings weniger an vielen Ausflüglern und Touristen, sondern an den verschärften Grenzkontrollen, die Deutschland und Polen durchführen. Da die A12, die in Polen als A2 weitergeht, eine wichtige Handelsroute für den Waren-Verkehr in Ost-West- bzw. West-Ost-Richtung ist, reihen sich insbesondere zum Wochenstart und zum Wochenende viele Laster in den Stau ein. Nun werden auch hier Ausflügler und Familien in den Sommerurlaub hinzukommen.
Verschärftes Lkw-Fahrverbot in Deutschland im Sommer
Um das Verkehrsaufkommen etwas zu reduzieren, gilt in Deutschland in der Ferienzeit ein verschärftes Lkw-Fahrverbot. Dieses ist laut Bundesverkehrsministerium auf die Zeit vom 1. Juli bis zum 31. August eines jeden Jahres begrenzt. Unter das Verbot fallen Lastkraftwagen mit einer zulässigen Gesamtmasse über 7,5 Tonnen sowie Lkw mit Anhänger.
Sie „dürfen zur geschäftsmäßigen oder entgeltlichen Beförderung von Gütern einschließlich damit verbundener Leerfahrten“ auf bestimmten Autobahnen und Bundesstraßen an Sonnabenden zwischen 7 und 20 Uhr nicht fahren. Zudem gilt das ohnehin bestehende Fahrverbot an Sonn- und Feiertagen von 0 bis 22 Uhr für das gesamte Straßennetz fort.
Verschärftes Lkw-Fahrverbot in Berlin und Brandenburg
Das Samstag-Fahrverbot für Lkw gilt in Berlin und Brandenburg laut Bundesverkehrsministerium auf folgenden Strecken:
- A9/E15: Berliner Ring, Abzweig Leipzig/Autobahndreieck Potsdam bis zur Anschlussstelle München-Schwabing
- A10: Berliner Ring, vom Autobahn-Dreieck Werder über die Anschlussstelle Potsdam-Nord bis zur Anschlussstelle Berlin-Spandau
- B96/E251: ab der Landesgrenze Berlin bis zur 104 in Neubrandenburg
Die Autobahn A12 wird durch das Verbot also nicht entlastet. Eine Übersicht aller Autobahnen und Landesstraßen mit verschärftem Lkw-Fahrverbot gibt es auf der Internetseite des Bundesverkehrsministeriums unter dem Stichwort „Lkw-Fahrverbot in der Ferienreisezeit“.
Von diesem Verbot gibt es einige Ausnahmen. „Für den Transport von für den Weltmarkt bestimmten Agrarprodukten aus der Ukraine in Richtung der Häfen in Mecklenburg-Vorpommern hat der Bund die betroffenen Länder Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern gebeten, von der Durchsetzung des Lkw-Fahrverbotes vorübergehend abzusehen“, informiert das Bundesverkehrsministerium auf seiner Internetseite.
Ausnahme von Fahrverbot für Milch, Fleisch, Fisch, Obst, Gemüse
Auch frische Milch- und Fleischerzeugnisse, Fisch sowie leicht verderbliches Obst und Gemüse dürfen weiterhin transportiert werden. Lebende Bienen, Bergungs-, Abschlepp- und Pannenfahrzeuge sind ebenfalls von dem Verbot ausgenommen.
Zu den besonders Stau gefährdete Strecken zählt der ADAC für die Region Berlin-Brandenburg
- Fernstraßen zur und von der Nord- und Ostsee
- A2 Berlin – Magdeburg – Hannover
- A9 Berlin – Halle/Leipzig – Nürnberg – München
- A10 Berliner Ring
- A11 Berlin – Dreieck Uckermark
- A19 Dreieck Wittstock – Rostock
- A24 Hamburg – Berlin
Die schlimmsten Staus werden am Freitagnachmittag (25.7.), am Sonnabendvormittag (26.7.) und am Sonntagnachmittag (27.7.) erwartet. „Wer flexibel ist, sollte ruhigere Alternativrouten planen oder auf einen anderen Reisetag ausweichen“, raten die Experten des ADAC. Geeignete Wochentage seien Dienstag und Donnerstag. In der Ferienzeit sei wochentags der Berufsverkehr deutlich geringer, dennoch sollten die Rush Hour am Morgen und späten Nachmittag vermieden werden.


