Start in Uckermark: 100.000 neue Fahrradparkplätze an Bahnhöfen

Auch in Falkensee (Havelland) reichen die Fahrradständer am Bahnhof nicht aus.
Silvia PassowAngermünde (Uckermark) ist die erste Kommune, die sich für diese Initiative beworben hat und die Planungen beginnt. Hier ist der Bedarf groß, weil die Stadt ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt zwischen Berlin, Stralsund und Stettin mit Tausenden Pendlern ist.
Die vorhandenen 60 Fahrradstellplätze, die die Stadt am Bahnhof eingerichtet hat, reichen längst nicht mehr aus. Hier sollen nun bis zu 200 zusätzliche Fahrradstellplätze, zum Teil auch verschließbare und überdachte Anlagen, neu geschaffen werden.
Die Bahn-Offensive will für Kommunen attraktive Rahmenbedingungen schaffen, die ihnen kurzfristig die Errichtung von neuen Fahrradparkplätzen an Bahnhöfen ermöglicht.
Sie berät interessierte Kommunen, übernimmt die Planungen, stellt nach Verfügung eigene Flächen kostenfrei zur Verfügung, unterstützt kostenlos Lieferung und Montage der Anlagen und übernimmt bei Bedarf im Auftrag der Kommune auch deren Betrieb. Zudem besteht die Möglichkeit, für die Errichtung der Stellplatzanlagen eine 40-prozentige Förderung zu erhalten. Das Bundesumweltministerium sichert eine schnelle und vorrangige Bearbeitung dieser Förderanträge zu.
Ziel ist der Offensive ist es, akute Bedarfslücken an Bahnhöfen zu schließen und darüber hinaus Autofahrern das Umsteigen auf Fahrrad und Bahn als umweltfreundliche Alternative attraktiver zu machen. Langfristig soll damit der CO2-Ausstoß im Verkehr reduziert werden.
