Stettiner Bahn
: EU gibt 92 Millionen Euro für Ausbau der Bahn-Strecke Angermünde-Stettin

Im Jahre 2026 sollen die Züge von Berlin an die polnische Ostsee 20 Minuten schneller fahren als heute. Dafür muss die Bahnstrecke zweigleisig ausgebaut und elektrifiziert werden. Die EU beteiligt sich.
Von
Sabine Rakitin
Potsdam
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  • Zum Baustart für eine schnellere Zugverbindung zwischen Berlin und Stettin Ende November 2021 werden Bahnschwellen aus Beton von Arbeitern verladen. Die Strecke soll bis 2026 zweigleisig und auf Tempo 160 Kilometer pro Stunde ausgebaut werden.

    Zum Baustart für eine schnellere Zugverbindung zwischen Berlin und Stettin Ende November 2021 werden Bahnschwellen aus Beton von Arbeitern verladen. Die Strecke soll bis 2026 zweigleisig und auf Tempo 160 Kilometer pro Stunde ausgebaut werden.

    Patrick Pleul/dpa
  • Ein Zug der Verbindung RB 66 steht am Hauptbahnhof in Stettin. Mit der Elektrifizierung des Streckenabschnitts zwischen Passow und Stettin können zukünftig die heute genutzten Dieseltriebwagen ersetzt werden und erstmals elektrische Züge durchgehend von Berlin nach Stettin zum Einsatz kommen.

    Ein Zug der Verbindung RB 66 steht am Hauptbahnhof in Stettin. Mit der Elektrifizierung des Streckenabschnitts zwischen Passow und Stettin können zukünftig die heute genutzten Dieseltriebwagen ersetzt werden und erstmals elektrische Züge durchgehend von Berlin nach Stettin zum Einsatz kommen.

    Volker Emersleben/dpa
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Die Europäische Union fördert den Ausbau der Bahnstrecke Angermünde–Stettin (Szczecin) auf deutscher Seite mit 92 Millionen Euro. Das teilte das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung in Potsdam am Montag (3. Juli) mit.

Mit dem Ausbau der Bahnstrecke soll der grenzübergreifende Schienenverkehr zwischen der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg und Polen weiter verbessert und ein Engpass im transeuropäischen Schienennetz beseitigt werden. Die Länder Brandenburg und Berlin beteiligen sich bereits mit jeweils 50 Millionen Euro an dem Ausbauvorhaben von Angermünde bis zur deutsch-polnischen Grenze aus dem Bundesverkehrswegeplan.

1,5 Millionen Menschen leben in der Grenzregion und profitieren vom Streckenausbau

„Dass sich die EU finanziell am Ausbau der Strecke beteiligen will, ist eine sehr gute Nachricht für Brandenburg, für Polen und für Europa“, sagt Brandenburgs Infrastrukturminister Guido Beermann (CDU). „Mit einer schnelleren, attraktiveren Verbindung zwischen der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg und der Metropolregion Stettin schaffen wir nicht nur neue Potenziale für die Uckermark, sondern stärken die engen wirtschaftlichen Beziehungen mit unseren polnischen Nachbarn. Das kommt insbesondere den 1,5 Millionen Menschen zugute, die in der Grenzregion leben und arbeiten“, stellt er fest.

Zweigleisiger Ausbau und Elektrifizierung

Die Ausbaustrecke von Angermünde bis zur Grenze ist ein Teil der sogenannten Stettiner Bahn, ein Vorhaben aus dem Bundesverkehrswegeplan, sowie Teil des Europäischen Kernnetzkorridors Nordsee-Ostsee. Für eine Fahrzeit von 90 Minuten zwischen Berlin und Stettin wird die Strecke zwischen Angermünde und der deutsch-polnischen Grenze zweigleisig ausgebaut, elektrifiziert, mit dem europäischen Zugbeeinflussungssystem ETCS sowie 740 Meter langen Überholgleisen ausgestattet. Ab 2026 sind die Nahverkehrszüge aus Berlin an die polnische Ostsee 20 Minuten schneller als heute.

Pendeln

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