Streik in Brandenburg
: Ärzte kommunaler Kliniken treten in Warnstreik – wo gestreikt wird

In Kliniken in Potsdam und Brandenburg an der Havel wird gestreikt. Der Marburger Bund fordert von den Arbeitgebern für die circa 55.000 Ärzte an den kommunalen Kliniken eine Erhöhung der Gehälter.
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dpa
Potsdam
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Der Marburger Bund fordert für die rund 55.000 Ärzte an den kommunalen Kliniken eine Erhöhung der Gehälter um 2,5 Prozent. (Symbolfoto)

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Patienten an einigen kommunalen Krankenhäusern müssen sich am Dienstag (9. Mai) wegen eines Warnstreiks von Ärzten auf mögliche Einschränkungen einstellen. Im bundesweiten Tarifkonflikt rief der Marburger Bund auch Mediziner in Brandenburg zum ganztägigen Warnstreik auf. Betroffen sind das Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam und das Universitätsklinikum in Brandenburg an der Havel, wie der Ärzte-Verband mitteilte. Eine medizinische Notfallversorgung solle sichergestellt sein.

Die zentrale Streik-Kundgebung wird am Dienstag in Frankfurt/Main organisiert.

Es gab bislang vier Verhandlungsrunden ohne Ergebnis zwischen der Ärzte-Vertretung und der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA). Die fünfte Verhandlungsrunde steht am 22. Mai an.

Das fordert der Marburger Bund

Der Marburger Bund fordert von den Arbeitgebern für die rund 55.000 Ärztinnen und Ärzte an den kommunalen Kliniken eine Erhöhung der Gehälter um 2,5 Prozent. Zudem soll es mit Wirkung ab 1. Januar 2023 einen Ausgleich der seit der letzten Entgelterhöhung im Oktober 2021 aufgelaufenen Preissteigerungen geben. Der VKA hatte bislang gesagt, der Marburger Bund habe keinerlei Verständnis für die finanziell angespannte Situation in den Krankenhäusern.