Vollmond, Supermond und Mondfinsternis
: So gelingen die besten Fotos

Jeden Monat gibt es einen Vollmond zu sehen. Wie fotografiert man diese Ereignisse am besten? So machen Sie das perfekte Foto – mit Geheimtipps der Redaktion.
Von
Doreen Matschuk
Berlin
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19.02.2019, Bayern, Mittenwald: Der Vollmond geht hinter dem Karwendel auf. Foto: Angelika Warmuth/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Wie fotografiert man einen Vollmond am besten? Wie Sie das perfekte Foto machen – mit Geheimtipps der Redaktion. (Symbolbild)

Angelika Warmuth/dpa
  • Jeden Monat gibt es in Deutschland einen Vollmond – 2025 fanden zwei Mondfinsternisse statt.
  • Vollmond-Fotografie ist anspruchsvoll: Hohe Kontraste und begrenzte Smartphone-Funktionen erschweren es.
  • Apps wie „ProCam“ oder „Nightcam“ bieten mehr Optionen für bessere Smartphone-Mondfotos.
  • Ein Stativ, manuelle Einstellungen und der Verzicht auf digitalen Zoom verbessern die Bildqualität.
  • Die blaue Stunde eignet sich besonders gut, um Landschaften und den Mond stimmungsvoll einzufangen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Jeden Monat gibt es einen Vollmond über Deutschland. In 2025 gab es sogar zweimal eine Mondfinsternis zu erleben. Solche Ereignisse sind sehr beeindruckend und viele Menschen möchten es für ewig in einem Foto festhalten. Doch das ist gar nicht mal so einfach. Wir haben Tipps und Tricks, wie man sowohl mit Smartphone, als auch mit Kamera zum perfekten Foto kommt.

Übersicht

  • So gelingt das Foto vom Vollmond mit dem Smartphone
  • Tipps für Kameraeinstellungen für Mondfotos

Oft denkt man, der Vollmond ist so groß und hell, er ist gut auf dem Foto zu erkennen. Rein theoretisch stimmt das, aber Kameras "sehen" Dinge etwas anders und auch die Belichtung kann ein kniffliges Thema werden – hier kommt das Smartphone durchaus an Grenzen.

Viele Smartphone-Kameras sind nicht in der Lage, Fotos vom Nachthimmel oder gar vom Mond, zu machen. Das Objektiv hat meist eine zu kurze Brennweite. Anstelle eines detaillierten Mondes, zeigt das Bild oft nur einen weißen Punkt auf schwarzem Hintergrund.

So gelingt das Foto vom Mond mit dem Smartphone

Verfügt Ihr Smartphone jedoch über ein Objektiv mit langer Brennweite oder gar optischen Zoom, dann stehen die Chancen für ein zufriedenstellendes Foto sehr gut. Es ist keine gute Idee, den Mond mit Digitalzoom heranzuholen, da dies zu einer unscharfen Darstellung führt. Mit Apps wie "ProCam" oder "Nightcam: Nachtmodus-Kamera" für das iPhone oder "ProCam X" für Android kommen weitaus mehr Einstellmöglichkeiten, als mit der herkömmlichen vorinstallierten App.

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Hohe Kontraste durch helles Mondlicht erschweren die Fotografie

Aufgrund der hohen Kontraste zwischen hellem Mondlicht und der nächtlichen Natur, ist es am besten, man fotografiert – vor allem Landschaftsbilder mit Mond – in der blauen Stunde, also so lange noch etwas Restlicht von der Sonne vorhanden ist. Innerhalb der Stadt ist es etwas anders, da hier mehr Beleuchtung existiert, als außerhalb. Somit ist der Kontrast auch nicht so hoch. Dennoch ist es einfacher, mit mehr Licht und etwas Landschaft das Bild zieren zu lassen.

Was man bei der Vollmond-Fotografie beachten sollte

  • Stativ: Bei schwachem Licht oder in der Nacht, ist ein stabiles Stativ unerlässlich, um Verwacklungen zu vermeiden – Smartphone oder Kamera können aber auch anders fixiert werden.
  • Nutzung von manuellem oder Teilautomatik Modus – mit manchen Smartphone Foto-Apps möglich
  • auch ein manueller Fokus ist zu empfehlen – bei Smartphones leider selten verfügbar
  • Je nach Wunsch der Aufnahme ein Weitwinkel oder gar Teleobjektiv verwenden (teilweise auch für Smartphones verfügbar), wenn man den Mond etwas mehr heranzoomen möchte. Auf digitalen Zoom am besten verzichten.
  • Belichtung: Je nach Szene, variiert der ISO-Wert, den man benötigt und auch die Belichtungszeit. Bei Weitwinkelaufnahmen wird man einen höheren Wert benötigen, als wenn man den Mond dichter heranzoomt, da er dann schon genug Licht bietet. Generell ist immer ein geringerer ISO-Wert zu empfehlen, um das Bildrauschen so niedrig wie möglich zu halten.
  • Blendenzahl: während der blauen Stunde ungefähr Blende 8, wenn es dunkler ist, etwas verkleinern

Und am Ende kommt es auch auf die Komposition des Fotos an. Vor allem mit dem Mond kann man so unglaublich viele schöne und spannende Motive kreieren. Eine interessante Landschaft oder ein markantes Gebäude können das Bild zusätzlich aufwerten und den Mond größer erscheinen lassen.