In dieser Woche hat das Kartell der Erdölnationen OPEC+ beschlossen, die Erdölfördermengen zu reduzieren, um den zuletzt gesunkenen Erdölpreis zu heben. Die US-Regierung hatte dagegen protestiert, weil zu dem Kartell auch Russland gehört, das mit einem höheren Erdölpreis höhere Einnahmen erzielen kann, um seinen Krieg gegen die Ukraine zu finanzieren. Es half aber nichts. Das bedeutet: die Benzinpreise werden wahrscheinlich steigen – in Deutschland und in Polen.
Polen dürfte es besonders treffen, meinen Experten in polnischen Medien, weil derzeit auch noch der Złoty schwach wie nie steht. Für 1 Euro muss man jetzt fast 5 Złoty hinlegen, genauer gesagt 4,85 Złoty. Die jetzt schon starke Inflation im Nachbarland dürfte der Benzinpreis ebenfalls nach oben treiben. Im September lag das allgemeine Preisniveau in Polen 17,2 Prozent höher als im September 2021. In Deutschland wird also auf vergleichsweise hohem Niveau gejammert. Hierzulande liegt derselbe Wert für September bei rund 10 Prozent.

Was kosten Diesel und Benzin in Słubice?

Der reelle Preis für Kraftstoff ist am Freitag (7.10.) gar nicht soweit von den prognostizierten 8 Złoty pro Liter Diesel entfernt. Bei Aral in Słubice kostete er 7,81 Złoty (ca. 1,61 Euro), der Liter Super-Benzin (Pb 95) lag bei 6,70 Złoty (1,38 Euro). Weiter stadteinwärts kann man noch billiger wegkommen – wenn man denn vorankommt, denn der Autoverkehr in der Grenzstadt ist zum Beginn dieses Wochenendes wieder einmal dicht und stockend.
Sehr verwunderlich ist es nicht. Die polnischen Preise sind im absoluten Vergleich immer noch ziemlich weit entfernt von jenen in Frankfurt (Oder). Dort zahlte man für den Liter Super-Benzin am Freitag um die 1,93 Euro, der Liter Diesel lag bei 1,99 bis 2,01 Euro. Somit lag die Ersparnis bei dem Liter Diesel bei 38 Cent, bei Super-Benzin können Autofahrer an polnischen Tankstellen sogar 55 Cent sparen.