Tesla in Grünheide: Gewerkschaft kritisiert Arbeitsbelastung und fordert Maßnahmen

Ein Mitarbeiter der Tesla Gigafactory Berlin Brandenburg arbeitet an einer Fertigungslinie eines Elektrofahrzeuges vom Typ Model Y. (Symbolbild)
picture alliance/dpa/Patrick Pleul- IG Metall kritisiert hohe Arbeitsbelastung bei Tesla Grünheide, fordert Entlastungsmaßnahmen.
- Umfrage: 90% der Mitarbeiter klagen über körperliche Beschwerden.
- Gewerkschaft möchte zusätzliche bezahlte Pausen und rückwärts rollierende Schichten.
- Tesla beklagte hohen Krankenstand, unternahm unangekündigte Hausbesuche.
- Rund 12.000 Beschäftigte arbeiten in der Fabrik.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die IG Metall sieht große Arbeitsbelastung der Beschäftigten als eine Ursache für den hohen Krankenstand in der Tesla-Autofabrik in Grünheide bei Berlin. Eine Befragung von mehr als 1200 Mitarbeitern durch Gewerkschaftsmitglieder im Oktober habe ergeben, dass sich mehr als 80 Prozent überlastet fühlten, teilte die Gewerkschaft mit. Zudem klagten 9 von 10 Befragten über körperliche Beschwerden wie Kopf-, Nacken-, Gelenk- oder Rückenschmerzen.
„Diese Ergebnisse sind erschütternd und machen mich wütend“, sagte der Leiter des IG-Metall-Bezirks Berlin-Brandenburg-Sachsen, Dirk Schulze. „Die Umfrage zeigt, wie kritisch die Arbeitsbelastung bei Tesla ist. Die Werksleitung darf diese Zahlen nicht ignorieren.“
Gewerkschaft kritisiert Tesla – Zusätzliche Pause gefordert
Die Umfrage zeigt der Gewerkschaft zufolge mögliche Lösungsansätze. Dazu gehöre eine zusätzliche bezahlte Pause, wie sie in vielen anderen Autofabriken üblich sei. Vier von fünf Befragten wünschten sich zudem rückwärts rollierende Schichten.
Das Management der Autofabrik hatte vor einiger Zeit einen zu hohen Krankenstand von zeitweise 15 Prozent und mehr beklagt. Deswegen hatte es im Sommer unangekündigte Hausbesuche bei krank geschriebenen Mitarbeitern veranlasst. Dies war von der IG Metall kritisiert worden. In der Fabrik arbeiten nach Unternehmensangaben rund 12.000 Menschen.
