Tesla in Grünheide
: Gigafactory benötigt weniger Wasser, aber höhere Grenzwerte

Tesla in Grünheide setzt sich mit dem Wasserverband Strausberg-Erkner zusammen. Die Gigafactory benötigt weniger Wasser, aber höhere Grenzwerte im Abwasser.
Von
dpa
Strausberg
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Tesla in Grünheide: Autos parken auf dem Mitarbeiter- und Besucherparkplatz vor dem Haupteingang der Tesla Gigafactory.  Heute setzt sich der Autobauer mit den Wasserverband Strausberg-Erkner zusammen, um über die benötigten Wassermenegen und neue Grenzwerte im Abwasser zu verhandeln.

Tesla in Grünheide: Autos parken auf dem Mitarbeiter- und Besucherparkplatz vor dem Haupteingang der Tesla Gigafactory. Vertreter des US-Autoherstellers Tesla setzen sich mit Vertretern des Wasserverbandes Strausberg-Erkner zusammen, um über die benötigten Wassermengen und neue Grenzwerte im Abwasser zu verhandeln.

Sören Stache/dpa

Tesla will in einem neuen Vertrag mit dem regionalen Wasserverband eine geringere Wasserliefermenge und höhere Grenzwerte für zwei Stoffe im Abwasser festschreiben. Die Verbandsversammlung, die am Mittwoch (9. Oktober) tagt, muss dem noch zustimmen.

Im Vertragsentwurf zwischen Tesla und dem Wasserverband Strausberg-Erkner (WSE) ist demnach ein Rückgang der Trinkwasserliefermenge von 400.000 Kubikmeter vorgesehen - damit würde die maximal verfügbare Menge 1,4 Millionen Kubikmeter pro Jahr betragen. Das wird möglich, weil Tesla nach eigenen Angaben bis zu 100 Prozent des Abwassers in der Fabrik recycelt. Dies hat aber Auswirkung auf die Abwasserqualität.

Tesla überschritt regelmäßig Grenzwerte

Der Grenzwert für „Stickstoff Gesamt“ im Abwasser soll auf 100 Milligramm pro Liter verdoppelt werden, der von „Biologischem Sauerstoff“ von 300 auf 450 Milligramm pro Liter steigen. „Die angepassten Einleitparameter liegen immer noch deutlich unter denen im Verbandsgebiet zulässigen“, teilte Tesla mit.

Es gibt jedoch Bedenken von einer Bürgerinitiative, die meint, dass die kommunalen Parlamente in Brandenburg stärker in die Entscheidungsprozesse eingebunden werden sollten. In der Vergangenheit hat der Wasserverband Tesla vorgeworfen, regelmäßig Abwassergrenzwerte zu überschreiten. Der Wasserverbrauch von Tesla liegt laut dem Unternehmen unter dem Branchendurchschnitt, bleibt aber ein kontroverses Thema, da sich die Fabrik teilweise in einem Wasserschutzgebiet befindet.

Tesla

Die Tesla Gigafactory Berlin (Giga Berlin / Gigafactory 4) in Grünheide (Oder-Spree) des US-Autobauers Tesla ist eine der größten Elektroauto-Fabriken in Deutschland. Baustart war Anfang 2020, die ersten Autos wurden im März 2022 an Kunden übergeben. Was gibt es Neues um die Fabrik?