Auf Bannern stand: „Killing animals is killing us“ („Tiere töten tötet uns“). „Wir wollen, dass der Schlachthof geschlossen wird“, sagte Tierschützerin Franziska Döring. Der Betrieb war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.
Ein Tierschützer klebte nach Polizeiangaben mit Hilfe von Sekundenkleber an einem Eingangstor, zwei hätten sich miteinander verklebt. Sie seien mit Lösungsmittel getrennt worden. Die Aktivisten räumten ein Tor wieder frei, bei dem anderen Tor durchtrennten Polizeibeamte die Ketten. Zwei Aktivisten hätten sich geweigert, die Aktion zu beenden.
41 Teilnehmer, von denen die Identität festgestellt wurde, hätten Platzverweise erhalten, teilte die Polizei mit. Gegen die Aktivisten, die auch aus anderen EU-Ländern gekommen seien, werde wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz, Hausfriedensbruchs und Nötigung ermittelt.
Hintergrund der Aktion, die nicht angemeldet war, ist auch ein Coronavirus-Ausbruch. Bisher wurden in dem Geflügelhof nach Angaben des Landkreises Dahme-Spreewald neun Corona-Infektionen gezählt, rund 700 Menschen wurden getestet. Nachdem der Betrieb täglich einen Teil der Mitarbeiter testete, war Anfang des Monats bekannt geworden, dass sich zwei Beschäftigte mit dem Coronavirus infiziert hatten.