Nach dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Landkreis Märkisch-Oderland suchen am Samstag 300 Einsatzkräfte in einer großangelegten Aktion Fallwild. Das teilte der Landkreis am Freitag mit.
Unterdessen ist der Verdacht der Afrikanischen Schweinepest nach Angaben des Bundesministeriums für Landwirtschaft bei bislang 55 Wildschweinen vom Nationalen Referenzlabor – Friedrich-Loeffler-Institut – amtlich bestätigt worden. Zuletzt kamen zwei Fälle im ersten Kerngebiet hinzu: jeweils ein Kadaver im Landkreis Oder-Spree und Spree-Neiße.

Erster ASP-Fall wurde im September bekannt

Nachdem am 10. September ein erster Fall von Afrikanischer Schweinepest bei einem Wildschwein bestätigt wurde, waren weitere bei Wildschweinen erwartet worden. Die Seuche wird sehr leicht über Körperflüssigkeiten von Wildschwein zu Wildschwein übertragen. Für den Menschen ist die Krankheit ungefährlich. Bei Wild- und Hausschweinen führt sie meist zum Tod. Die Hausschweinbestände in Deutschland sind nach wie vor frei von Fällen.

Suche nach toten Wildschweinen auf 45 Quadratkilometern

In Märkisch-Oderland wird den Angaben zufolge am Samstag ein etwa 45 Quadratkilometer großes Areal nach verendeten Tieren abgesucht. Beteiligt seien Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren und des Technischen Hilfswerkes, Polizisten, Jäger, Landwirte und Mitarbeiter der Kreisverwaltung. Mit Booten seien Helfer auf der Oder unterwegs. Vier Drohnen, ausgestattet mit Wärmebildkameras, sollen Aufnahmen von Maisfeldern oder etwa der Oderinsel vor Küstrin-Kietz machen.