Tödlicher Unfall in Berlin
: Kind (5) stirbt in einer Kita in Treptow-Köpenick

UPDATE 16.18 Uhr: In einer Berliner Kita ist ein fünfjähriger Junge bei einem Unfall ums Leben gekommen. Nun wird ermittelt, wie das passieren konnte.
Von
dpa
Berlin
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Ein fünfjähriges Kind ist in einer Berliner Kita bei einem Unfall gestorben. (Symbolbild)

Monika Skolimowska/dpa
  • In einer Berliner Kita starb ein Kind nach einem Unfall – vermutlich durch eine Terrassentür.
  • Der Vorfall ereignete sich um 10.15 Uhr im Stadtteil Niederschöneweide, Treptow-Köpenick.
  • Polizei und Feuerwehr waren vor Ort, doch alle Rettungsversuche blieben erfolglos.
  • 22 Feuerwehrkräfte, zwei Hubschrauber und mehrere Notärzte waren im Einsatz.
  • Kinder, Eltern und Erzieher wurden psychologisch betreut. Die Polizei ermittelt weiter.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Es war ein riesiger Schock für eine ganze Berliner Kita, für alle Eltern und auch für die alarmierten Sanitäter und Ärzte. Ein fünfjähriger Junge starb am Vormittag in einer Kindertagesstätte im Südosten der Hauptstadt. „Es war nach unseren ersten Erkenntnissen ein tragischer Unfall“, sagte ein Polizeisprecher. Der Junge sei von einem schweren Gegenstand erschlagen worden, vermutlich von einer Tür.

In Medienberichten hieß es, eine schwere Terrassentür habe sich gelöst und sei umgestürzt. Von außen war an einer Seite der Kita hinter rotem Flatterband eine Glastür zu sehen, die aus ihrer Halterung gerissen und nach innen in einen Raum gefallen war. Die Polizei ermittelt nun zur Unfallursache. Geklärt werden muss, ob die Tür einen technischen Defekt hatte oder falsch bedient wurde.

In der großen Kita werden nach eigenen Angaben etwa 160 Kinder ganztägig betreut. Fotos auf der Internetseite zeigen einen großen Garten und zahlreiche Fenster und Türen, die dorthin führen. Träger ist eine gemeinnützige Gesellschaft für berufliche Bildung und Beschäftigung.

Totes Kind in Berlin: Großeinsatz mit zwei Rettungshubschraubern

Der Unfall ereignete sich nach Polizeiangaben gegen 10.15 Uhr im Bezirk Treptow-Köpenick in der Straße Adlergestell. Sofort alarmierte die Kita Feuerwehr und Polizei, die einen Großeinsatz starteten. Neben zahlreichen Einsatzwagen flogen auch zwei Rettungshubschrauber den Ort des Unglücks an. Mehrere Notärzte versuchten, das Kind wiederzubeleben - aber vergeblich.

Die Feuerwehr berichtete von 22 Sanitätern, Ärzten und Feuerwehrleuten, die mit 12 Fahrzeugen im Einsatz waren. Zahlreiche Menschen seien von dem tödlichen Unglück stark mitgenommen, „darunter Angehörige, Ersthelfende, und Kita-Personal sowie Rettungs- und Polizeikräfte“. Sieben Menschen hätten die „psychosoziale Notfallversorgung“, also eine Betreuung durch Seelsorger in Anspruch genommen. Auch 14 Feuerwehrleute hätten betreut werden müssen.

Bericht: Vater des toten Jungen vor Ort

Auch der Vater des verunglückten Jungen sei vor Ort gewesen und mit einem Schock zusammengebrochen, schrieb die „B.Z.“ Er sei ärztlich betreut worden.

Am Nachmittag hatte die Kita geschlossen und auch der Feuerwehreinsatz war beendet. Die Kinder waren nach dem Unfall abgeholt worden. Das ganze Gelände wirkte verlassen, nur im Gebäude saßen noch einige Erwachsene.

Totes Kind in Berliner Kita: Senatsverwaltung bestürzt

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie hat sich bestürzt über den tödlichen Unfall in einer Berliner Kita geäußert, bei dem am Vormittag ein fünfjähriger Junge ums Leben gekommen ist. „Unsere Gedanken sind bei der Familie des Kindes sowie bei allen Kindern und Mitarbeitenden der Kita“, teilte die Behörde mit. „In dieser Ausnahmesituation ist es besonders wichtig, für die betroffenen Kinder, Eltern und Mitarbeitenden da zu sein.“

Die Senatsverwaltung stehe im engen Austausch mit dem Träger der Kita. Dieser habe umgehend Unterstützungsangebote organisiert.

„Eine Übersicht von Anlaufstellen für Notfallseelsorge steht zur Verfügung, zudem ist die Kita-Koordination des Bezirks informiert, um bei Bedarf eine Betreuung der Kinder in anderen Einrichtungen zu ermöglichen“, hieß es. Es werde um Rücksichtnahme in dieser schweren Situation gebeten.