Tote Frau aus Luckenwalde
: Nach Leichenfund – Polizei sucht in Wald nach Hinweisen

Seit Jahren suchte die Polizei nach einer vermissten Frau aus Luckenwalde. Ihre Leiche wurde nun gefunden. Ein Waldstück wird nach Hinweisen durchsucht.
Von
dpa
Gräfenhainichen
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Die Polizei durchsucht einen Wald bei Gräfenhainichen (Sachsen-Anhalt). (Symbolbild)

Lino Mirgeler/dpa
  • Polizei findet Leiche einer seit 2021 vermissten Frau aus Luckenwalde in einem Wald in Sachsen-Anhalt.
  • Waldstück bei Gräfenhainichen wird nach persönlichen Gegenständen der Frau durchsucht.
  • Seit Sommer 2022 ist ein tatverdächtiger Mann im Fokus, jedoch keine Festnahme bisher.
  • Die Frau wurde zuletzt am 25. August 2021 nachts im Nuthepark in Luckenwalde gesehen.
  • Staatsanwaltschaft nennt keine Details zum Fundort aus ermittlungstaktischen Gründen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Fundort der Leiche der vermissten 22-jährigen Milina K. aus Luckenwalde ist von der Polizei erneut durchsucht worden. Die Tatortarbeit in einem Wald in Gräfenhainichen werde fortgesetzt, hieß es in einer Mitteilung der Brandenburger Polizei. Demnach werde das Waldstück durchkämmt, um weitere Hinweise zu finden. Man suche insbesondere nach persönlichen Gegenständen, die die junge Frau mit sich geführt haben soll.

Etwa 60 Kilometer zwischen Fundort und Luckenwalde

Die junge Frau war am 25. August 2021 zwischen 1 Uhr und 3 Uhr zuletzt im Nuthepark in Luckenwalde gesehen worden. Ihre Leiche entdeckte die Polizei im August 2025 in einem Waldstück rund 60 Kilometer entfernt. Gräfenhainichen und Luckenwalde liegen rund 60 Kilometer voneinander entfernt. Der Ort zwischen Bitterfeld und Wittenberg ist vor allem für das Ferropolis-Gelände mit seinen riesigen Tagebaubaggern als Freilichtmuseum und Festivalort bekannt.

Im Fall Milina K. hatten die Beamten zuletzt mitgeteilt, dass es einen tatverdächtigen Mann gebe. Ab Sommer 2022 hatten die Ermittler einen Tatverdächtigen im Fokus. Der Mann sei der Behörde „namentlich bekannt“, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Eine Festnahme gab es nicht. Der Mann sei nach dem Fund nach wie vor tatverdächtig, hieß es. Die Umstände des Fundes grenzte die Staatsanwaltschaft aus ermittlungstaktischen Gründen nicht weiter ein.

Zwei Wochen nach dem Verschwinden hatte die Staatsanwaltschaft noch gehofft, die Frau lebend zu finden, leitete kurz darauf jedoch ein Verfahren wegen des Verdachts auf ein Tötungsdelikt ein. Die Polizei befragte unter anderem Zeugen aus dem Umfeld der Frau, um Anhaltspunkte zu ihrem Aufenthaltsort zu bekommen.