Tour de MOZ: Durch märkische Wälder

Ein Teil der Tour führt dieses Mal über den Radfernweg Berlin-Kopenhagen.
MOZ/Tilman TrebsBei der Tour de MOZ ist der Basdorfer zum ersten Mal als Tourführer dabei. In den vergangenen Wochen hat er sich umfassend auf seine Aufgabe vorbereitet, viel zu den einzelnen Stationen recherchiert.
Bereits nach kurzer Wegstrecke werden die Radfahrer an den früheren Bramo-Werken vorbeikommen. Die Anlagen wurden in den Jahren 1936 bis 1939 unterirdisch errichtet. Heute befindet sich auf der Fläche eine Recyclingfirma. Sehenswert ist in Zühlsdorf auch die Dorfkirche, die zwischen 1668 und 1696 entstand.
In Lehnitz steht die Besichtigung des ehemaligen Klinkerwerkes und Hafens auf dem Programm. Zahlreiche Tafeln informieren über die wechselvolle Geschichte des Areals. Auf dem Radweg Berlin – Kopenhagen geht es schließlich weiter in Richtung Friedrichsthal. Dort können sich nicht nur die strapazierten Beine etwas erholen, die Radler genießen auch einen Imbiss.
Nach der dreiviertelstündigen Rast macht sich das Radfahrerfeld auf den Weg nach Schmachtenhagen. Dabei kommt der Tross auch an der ehemaligen Lungenheilstätte am Grabowsee vorbei. Sie war 1896 vom Deutschen Roten Kreuz gegründet worden und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg und noch bis 1995 als sowjetisches Lazarett genutzt. Versuche, dort eine Jugenderholungsstätte zu etablieren, scheiterten zwischenzeitlich. Das Gelände ist heute eine beliebte Kulisse für Film- und Fotoaufnahmen.
Mit rund einer Stunde haben die Tour-de-MOZ-Radler anschließend auf dem "Oberhavel-Bauernmarkt“ genügend Zeit, frische und regionale Produkte zu probieren. Auf dem Radweg nach Zehlendorf geht es schließlich vorbei an der ehemaligen Sendeanlage von „Stimme der DDR“. Sie war 1936 im Zusammenhang mit dem Olympischen Spielen in Berlin als Kurzwellensender errichtet worden. Ab 1955 war Zehlendorf dann auch als Langwellensender "on Air“. 1978 stürzte der hohe Mast ein, nachdem ein sowjetischer Düsenjäger vom Typ Mig 21 mit ihm zusammengestoßen war. Ein Jahr später gab es einen neuen Mast – mit einer Bauhöhe von fast 360 Meter. Im Mai 2017 war endgültig Schluss, der Mast wurde gesprengt. Das Sendegebäude sowie die Fundamente sind noch zu sehen.
Die letzte Etappe der rund 50 Kilometer langen Tour führt dann wieder zurück nach Basdorf. Die Radfahrer hoffen nun auf schönes, nicht zu heißes und trockenes Wetter. Doch wie es wird, ist eigentlich egal, findet Frank Keller. Man müsse sich nur entsprechend anziehen.
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Start: Sonnabend, 10 Uhr am Bahnhof Basdorf
Länge: etwa 50 km
Schwierigkeit: für Familien oder erfahrene Radler geeignet, die Strecke ist befestigt, auf einem rund sechs Kilometer langen Abschnitt muss auf der Straße gefahren werden.
Parken: am Bahnhof Basdorf und seiner näheren Umgebung möglich
Anreise: mit S-Bahn, weiter ab Berlin-Karow mit der RB 27 nach Basdorf
Tourverlauf: Zühlsdorf, Lehnitz, Schleuse Oranienburg, Gedenkstätte am Hafen – Klinkerwerk, Friedrichsthal, Schmachtenhagen,Zehlendorf, Stolzenhagen-Zühlsdorf, Basdorf