Trockenheit: Zu wenig Wasser in Flüssen in Südbrandenburg - Speicher leeren sich

Vereinzelte Regengüsse der vergangenen Tage haben die Situation in den Flüssen Spree und Schwarzer Elster im Süden Brandenburgs nicht entspannt. Im Bild: das ausgetrockenete Flussbett der Schwarzen Elster im Juli 2019.
dpa/Patrick PleulBereits jetzt ist die Situation in den Wasserspeichern in Brandenburg und Sachsen nach Darstellung der Fachleute äußerst angespannt. Die Talsperre Bautzen (Sachsen) etwa ist aktuell noch zu 60 Prozent gefüllt. Das führt auch dazu, dass die Spree weiter wenig Wasser hat. Die Talsperre Quitzdorf (Sachsen) hingegen kann mangels Zuflusses kein Wasser bereitstellen. Im Speicherbecken Bärwalde (Sachsen) stehen noch 13 Prozent des Speichervolumens zur Verfügung. Die Bewirtschaftung des Speicherbeckens Niemtsch (Senftenberger See) sei nahezu eingestellt, berichtete die Arbeitsgruppe.
Die Talsperre Spremberg (Spree-Neiße) erhielt in den zurückliegenden Wochen ebenfalls sehr wenig Zufluss - unter sechs Kubikmeter pro Sekunde. Zur Stützung des unteren Spreegebietes müssten jedoch weiter über sieben Kubikmeter pro Sekunde abgegeben werden. Der Wasserstand falle dort täglich um vier Zentimeter, hieß es. Die Lage an der Schwarzen Elster ist noch prekärer. Zwischen Hoyerswerda (Bautzen) und Senftenberg (Oberspreewald-Lausitz) ist der Fluss ausgetrocknet.
Auch flächendeckender Niederschlag wäre nicht ausreichend, um das aufgelaufene Niederschlagsdefizit der vergangenen Jahre von fast 400 Millimeter - das sind etwa 75 Prozent des Jahresniederschlages - kurzfristig auszugleichen, hieß es von den Experten. Sie wollen weitere Möglichkeiten zur sparsamen Wasserbewirtschaftung in und an der Spree prüfen und eine Prioritätenliste mit Maßnahmen erarbeiten.