Unwetter in Berlin und Brandenburg: S-Bahn fährt wieder – eine Tote nach Sturm

Ausfall und Verspätung: Der S-Bahnverkehr wurde witterungsbedingte in Berlin eingestellt. Das traf auch Pendler aus Brandenburg.
Michael Brandt/dpa- Unwetter in Berlin/Brandenburg: S-Bahn- und Busverkehr eingestellt, viele Linien betroffen.
- Sturmtief „Ziros“ bringt Sturmböen und kühlere Luft, nach extremer Hitze am Wochenende.
- Webseite der S-Bahn meldet wetterbedingte Ausfälle, BVG meldet Einschränkungen im Stadtgebiet.
- Feuerwehr und Rettungsdienste im Einsatz, zahlreiche Störungen durch das Extremwetter.
- Wetterlage bleibt angespannt, Unwetterwarnung bleibt bestehen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nachdem ein Unwetter am Vortag für einen Betriebsstopp bei der Berliner S-Bahn gesorgt hatte, ist der S-Bahn-Verkehr am Morgen wieder angerollt - es kommt aber noch zu Einschränkungen. Auf fast allen Linien gebe es derzeit Verspätungen und Ausfälle, teilt die S-Bahn mit. Lediglich die Ringbahn und die Linie S47 sind den Angaben zufolge davon nicht betroffen.
Wegen heftiger Sturmböen in Berlin war der Zugverkehr im gesamten S-Bahn-Netz am Montag gegen 18 Uhr eingestellt worden. Die Strecken sollten zunächst auf mögliche Schäden überprüft werden, wie zum Beispiel auf Gleise gestürzte Bäume. Auch die vom Regional- und Fernverkehr genutzte Strecke zwischen Berlin und Hamburg war stundenlang gesperrt gewesen.
Windstärke 11 und orkanartige Böen in Berlin
Gegen 20 Uhr am Montag rollte der Verkehr auf zwei S-Bahn-Linien wieder an, im Laufe des Abends wurden weitere Strecken freigegeben. Am frühen Dienstagmorgen hob die Deutsche Bahn die letzten verbliebenen Sperrungen auf. Als Letztes kehrte die S1 zwischen Wannsee und Oranienburg gegen 4.30 Uhr zum Plan zurück.
Der Deutsche Wetterdienst erklärte, die höchste Windgeschwindigkeit sei am Montag an der Freien Universität Berlin mit 108 Kilometern pro Stunde gemessen worden. Das entspreche Windstärke 11 und orkanartigen Böen, sagte ein Sprecher. Auch in Berlin-Tempelhof seien Windgeschwindigkeiten von über 100 Stundenkilometern gemessen worden. Bei dem heftigen Sturm knickten Bäume um, Äste wurden auf Straßen und Wege geweht.
Die Feuerwehr in der Hauptstadt war über Stunden im Einsatz. Nach Angaben eines Sprechers gab es mehr als 500 Einsätze. In Berlin gab es mindestens ein Todesopfer: Im Spandauer Forst traf ein umstürzender Baum ein Auto und verletzte die Frau darin tödlich, wie die Polizei mitteilte.
Die Feuerwehr in Brandenburg hatte zunächst von einem weiteren tödlichen Autounfall im Havelland berichtet, ihre Angaben später jedoch korrigiert. Es habe sich im Nachhinein geklärt, dass es sich um den Unfall der gestorbenen Frau in Berlin handelte. Der Unfallort liegt knapp einen halben Kilometer vor der Landesgrenze auf Berliner Stadtgebiet, wie die Polizei in der Bundeshauptstadt mitteilte.
So war der Sturm in Berlin und Brandenburg
Der Montag (23.6.) hatte strahlend begonnen, in Berlin. Zum Mittag zogen Wolken auf. Nachmittags dann ein kurzer, aber heftiger Wind. Sirenen von Rettungsfahrzeugen sind zu hören.
Auf der Webseite der S-Bahn ist zu lesen: „Wegen witterungsbedingter Beeinträchtigungen ist der gesamte S-Bahnverkehr eingestellt.“ Auch die BVG meldet für eine Vielzahl von Buslinien Störungen. Aufgrund einer Unwetterwarnung fahren im „gesamten Stadtgebiet die Linien verkürzt beziehungsweise sind eingeschränkt“, heißt es von den Verkehrsbetrieben.
Unwetter in Berlin sorgt für Feuerwehreinsätze
Verantwortlich ist das Sturmtief „Ziros“, welches nach der extremen Hitze am Wochenende ein Extremwetterereignis mit Sturmböen mit sich bringt. Das Tiefdruckgebiet kommt aus der Gegend zwischen Island und Norwegen und brachte eine markante Kaltfront in Richtung Metropolregion. Diese erreichte die Region gegen Nachmittag und zieht bis zum Abend ostwärts weiter. Mit ihr strömt kühlere Meeresluft nach, die die zuvor sommerlich warme Luft verdrängt.
Betroffen seien sämtliche S-Bahnlinien. Bei dem Unwetter seien Äste und Bäume auf die Gleise des S-Bahn-Netzes gestürzt, teilte die Berliner S-Bahn im sozialen Netzwerk X mit. „Die Aufräum- und Reparaturarbeiten laufen auf Hochtouren.“
Ebenfalls betroffen sind die Linien des Regional- und Fernverkehrs. Auch hier kommt es zu witterungsbedingten Störungen.
Berliner Feuerwehr meldet verletzte Personen
Die Feuerwehr rückte zu zahlreichen Einsätzen aus. Die Stadt sei flächendeckend betroffen, teilte ein Sprecher der Berliner Feuerwehr gegenüber der Nachrichtenagentur dpa mit. Es gebe ein „erhöhtes Einsatzgeschehen“ und auch verletzte Personen. Derzeit gebe es aber noch keine Übersicht über das Geschehen.
Der Deutsche Wetterdienst warnt am Abend vor starken Gewittern und orkanartigen Böen und maximalen Windgeschwindigkeiten bis zu 100 Stundenkilometern. Die höchste Windgeschwindigkeit wurde laut DWD am frühen Abend in Brandenburg an der Havel westlich von Berlin gemessen. Dort waren es 105 Kilometer pro Stunde.


