Nonnemacher (Grüne): Herkunft, Lebenslauf, politisches Engagement der Ex-Ministerin

Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Die Grünen) im Porträt. Herkunft, Lebenslauf und politisches Engagement der Ex-Ministerin für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz von Brandenburg.
Kay Nietfeld/dpa- Ursula Nonnemacher (Grüne) war Ministerin für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz in Brandenburg.
- Sie arbeitete fast 30 Jahre als Ärztin, bevor sie in die Politik wechselte.
- Nonnemacher ist seit 1997 Mitglied bei Bündnis 90/Die Grünen.
- Sie setzte sich für Frauenrechte und Flüchtlingsintegration ein.
- Sie entließ Anfang 2024 Staatssekretär Michael Ranft.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Sie hat fast dreißig Jahre als Ärztin in Berlin gearbeitet, bis sie in die Landespolitik wechselte. Ursula Nonnemacher setzt sich für die Frauen im Land ein, war Krisenmanagerin während der Corona-Pandemie und kümmert sich um die Flüchtlinge im Land Brandenburg. Wer die Grünen-Politikerin ist, wo sie herkommt, wie ihr Lebenslauf und Werdegang aussehen – eine Übersicht.
Steckbrief von Ursula Nonnemacher
- Herkunft, Lebenslauf, Familie
- Politischer Werdegang und Partei
- Politisches Engagement und aktuelle Schlagzeilen
- Minister in Brandenburg
Steckbrief von Ursula Nonnemacher
Name: Ursula Nonnemacher
Geburtstag: 29. Juni 1957
Geburtsort: Wiesbaden (Hessen)
Wohnort: Falkensee
Beruf: Fachärztin für Innere Medizin und Politikerin
Familienstand: verheiratet
Kinder: drei Kinder
Partei: Bündnis 90/ Die Grünen
Aktueller Posten: Bis zum 22.11.2024 war Ursula Nonnemacher die Ministerin für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg.
X (ehemals Twitter): @UNonnemacher
Herkunft und Lebenslauf der Ex-Gesundheitsministerin
Nonnemacher legte 1976 ihr Abitur ab und begann im selben Jahr ein Studium der Humanmedizin. Bis 1983 studierte sie an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, an der Freien Universität Berlin und machte anschließend ihr Staatsexamen zur Ärztin. Im Februar 1993 absolvierte sie die Facharztanerkennung als Ärztin für Innere Medizin. 26 Jahre, von 1983 bis 2009, war Nonnemacher als Ärztin tätig. Sie arbeitete im Krankenhaus Spandau, jetzt Vivantes GmbH, als Fachärztin für Innere Medizin und als Assistenzärztin.
Ihre politische Karriere begann in den neunziger Jahren mit ihrem Eintritt in die Partei Bündnis 90/Die Grünen. Sie lebt mit ihrem Mann, der ebenfalls Arzt ist, in Falkensee und hat drei erwachsene Kinder – einen Sohn und zwei Töchter. 2021 wurde Nonnemacher zum ersten Mal Oma.
Politischer Werdegang und Partei
Im Jahr 1997 trat Nonnemacher dem Bündnis 90/Die Grünen bei. Von 1998 bis 2019 war sie Mitglied der Stadtverordnetenversammlung Falkensee. Von 2009 bis 2019 war die Grünen-Politkerin Mitglied des 5. und 6. Landtages Brandenburg. Im 5. Landtag von 2009 bis 2014 war sie im Ausschuss für Inneres, im Ausschuss für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie, in der Parlamentarischen Kontrollkommission, in der Enquetekommission Brandenburg 2020 sowie im Petitionsausschuss (bis März 2012) tätig.
Im 6. Landtag Brandenburg von 2014 bis 2019 war Nonnemacher parlamentarische Geschäftsführerin und stellvertretende Vorsitzende der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen und seit Dezember 2017 zusammen mit Axel Vogel Fraktionsvorsitzende. Außerdem war sie von 2014 bis 2019 Mitglied im Ausschuss für Inneres und Kommunales, im Ausschuss für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, in der parlamentarischen Kontrollkommission und im Präsidium des Landtages. Sie saß in dieser Zeit auch dem NSU-Untersuchungsausschuss vor.
Seit dem 20. November 2019 ist Ursula Nonnemacher die Ministerin für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg im Kabinett Woidke III.
Nonnemacher (Grüne): Politisches Engagement und Schlagzeilen
Staatssekretär gefeuert: Anfang 2024 schickte die Brandenburger Gesundheitsministerin ihren Staatssekretär Michael Ranft (parteilos) in den vorzeitigen Ruhestand – neun Monate vor der Landtagswahl 2024 in Brandenburg. Ranft galt als einer der beliebtesten und kompetentesten Staatssekretäre, der besonders in Sachen Corona und Flüchtlingsunterkünften engen Kontakt zu den kommunalen Ebenen pflegte. Gründe für diesen Wechsel wurden nicht genannt. Zuletzt hätte es jedoch Uneinigkeit zwischen Nonnemacher und Ranft gegeben.
Geflüchtete: Nonnemacher ist dafür bekannt, die Zuwanderung, insbesondere die Fachkräftezuwanderung, zu unterstützen. Erst im vergangenen Sommer 2023 tourte die Integrationsministerin Brandenburgs durch das Land, um Unterkünfte für Flüchtlinge und Asylbewerber zu besichtigen.
Im November 2023 kam es zum Eklat im Brandenburger Landtag, als die Grünen den Plenarsaal verließen und demonstrativ einer Abstimmung fernblieben. CDU und Grüne sind sich in Brandenburg über das Thema Migration nicht einig. Für offenen Streit sorgte im November die Entscheidung des Innenministers Stübgen, das Landesaufnahmeprogramm zum Nachzug syrischer Familienangehöriger zum Ende 2023 auslaufen zu lassen.


