Geklagt hatte eine Familie mit fünf Kindern. Sie berief sich auf das Gleichbehandlungsgesetz und wollte eine Entschädigung. Die Mutter hatte Ende 2016 im Esplanade-Hotel in Bad Saarow (Oder-Spree) Zimmer angefragt. Das Esplanade nimmt nur Gäste ab 16 Jahren auf und lehnte die Familie mit dieser Begründung ab.

Unternehmerische Freiheit berücksichtigen

Dagegen ist nach Auffassung der obersten Zivilrichter nichts einzuwenden. Bei der Auslegung des Antidiskriminierungsgesetzes sei auch die im Grundgesetz geschützte unternehmerische Freiheit des Hotelbetreibers zu berücksichtigen. Sein Haus sei "gerade auf solche Leistungen ausgerichtet, bei denen Ruhe und Entspannung nicht lediglich eine untergeordnete Rolle spielen". Der BGH wies die Revision zurück.