Endspurt bei der Deutschen Bahn (DB): Bis zum Jahresende will das Unternehmen 70 Bahnhöfe in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern attraktiver machen. Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) investiert sie rund 1,7 Millionen Euro in kleine, aber wirkungsvolle Verbesserungen, die für die Bahnkunden sofort sichtbar sind. Bundesweit modernisiert die DB an vielen Standorten unter anderem Fassaden, Wandflächen, Decken, Bodenbeläge sowie Treppen und Zugänge. Für mehr Komfort sorgen zum Beispiel zusätzliche oder modernere Sitzbänke, neue Beleuchtung oder Fahrradrinnen.
Um vor allem sehbehinderten Menschen das Reisen zu vereinfachen, werden taktile Leitstreifen in die Bahnsteige eingebaut, Stufenkanten kontrastreich markiert oder taktile Handlaufschilder an Treppengeländern montiert. Auch neue Automatiktüren und Hublifte an Bahnsteigen verbessern das Reisen für mobilitätseingeschränkte Reisende.

Zahlreiche Erleichterungen für Sehbehinderte

„Mit diesem weihnachtlichen Spurt für attraktive Bahnhöfe stärken wir noch in diesem Jahr schnell und effektiv die Barrierefreiheit und den Komfort an vielen Bahnhöfen. Schon kleine Maßnahmen können und sollen das Wohlgefühl unserer Reisenden steigern. Und das mit dem Ziel, Stationen so einladend zu gestalten, dass sich noch mehr Reisende für die Bahn entscheiden“, erklärt Bernd Koch, Vorstandsvorsitzender DB Station&Service AG.
Im Bahnhof Angermünde: Wegweiser einmal anders
Im Bahnhof Angermünde: Wegweiser einmal anders
© Foto: Oliver Voigt
„Bahnhöfe sind Begegnungsorte und prägen das Bild einer Stadt. Vor allem sind sie aber auch Teil der Entscheidung, ob sich Menschen für die Nutzung der Bahn entscheiden oder nicht. Wenn wir also mehr Menschen vom Bahnfahren überzeugen oder es ihnen überhaupt erst ermöglichen wollen, müssen wir in attraktive und barrierefreie Bahnhöfe investieren. Mit unserem Sofortprogramm tun wir genau das“, ist Michael Theurer, Beauftragter der Bundesregierung für den Schienenverkehr, überzeugt.

Strausberg-Stadt profitiert vom Sofortprogramm

Ein Beispiel für Bahnhöfe in Brandenburg, die vom Sofortprogramm profitieren, ist beispielsweise der Bahnhof Strausberg-Stadt. Dort erhöhen neue Wetterschutzschutzhäuser den Komfort. Der Bahnhof Zeuthen erhält zusätzliche Sitzbänke, und am Hauptbahnhof Cottbus gestaltet die DB die Decke im Empfangsgebäude neu. Eine verbesserte Wegeleitung ist unter anderem an den Stationen Karstädt, Neuruppin Rheinsberger Tor, Neustadt (Dosse) und Paulinenaue geplant.
Vom Sofortprogramm 2022 profitieren deutschlandweit rund 600 Stationen. Bis Ende des Jahres 2022 fließen bis zu 21,5 Millionen Euro Bundesmittel. Hinzu kommen Eigenmittel der DB. Das Ziel ist, kurzfristig die Barrierefreiheit zu verbessern und die Attraktivität zu erhöhen. Die Direktmaßnahmen ergänzen die hohen diesjährigen Investitionen in die Bahnhöfe von rund 1,8 Milliarden Euro aus Mitteln von Bund, Ländern und DB.

Diese Brandenburger Bahnhöfe stehen auf der Liste

● Angermünde (Uckermark)
● Babelsberg (Stadt Potsdam)
● Bergfelde (Oberhavel)
● Bernau (Barnim)
● Blumberg-Rehhahn (Barnim)
● Cottbus Hbf
● Cottbus-Sandow
● Eichwalde (Dahme-Spreewald)
● Erkner (Oder-Spree)
● Falkenberg (Elster) (Elbe-Elster)
● Flughafen BER-Terminal 1-2
● Frankfurt (Oder)
● Fürstenwalde (Oder-Spree)
● Gransee (Oberhavel)
● Guben (Spree-Neiße)
● Karstädt (Prignitz)
● Mühlenbeck-Mönchmühle (Oberhavel)
● Neuenhagen bei Berlin
(Märkisch-Oderland)
● Neuruppin-Rheinsberger Tor
(Ostprignitz-Ruppin)
● Neustadt (Dosse)
(Ostprignitz-Ruppin)
● Paulinenaue (Havelland)
● Rangsdorf (Teltow-Fläming)
● Rüdnitz (Barnim)
● Schönfließ (Oberhavel)
● Senftenberg (Oberspreewald-Lausitz)
● Strausberg-Stadt (Märkisch-Oderland)
● Warnitz (Uckermark)
● Zehdenick (Oberhavel)
● Zeuthen (Dahme-Spreewald)