Im Tarifstreit mit der Deutschen Post haben am Samstag nach Gewerkschaftsangaben etwa 400 Beschäftigte an vielen Orten in Brandenburg die Arbeit niedergelegt.
Die Gewerkschaft Verdi hatte seit sechs Uhr zu Warnstreiks aufgerufen. Unter anderem gingen Mitarbeiter von Paketstellen in Potsdam und Kleinmachnow in den Ausstand. Auch in den Zustellstützpunkten Potsdam, Luckenwalde, Fürstenwalde, Neuenhagen, Beeskow, Storkow und Franfurt (Oder) wurde gestreikt.
„Der Vorschlag der Arbeitgeberseite ist eine Dreistigkeit für die Mitarbeiter, die auch während der Corona-Zeit ihren Kopf für das Unternehmen hingehalten haben“, sagte Verdi-Fachbereichsleiterin Benita Unger der Deutschen Presse-Agentur. Insofern sei das eine Null-Wertschätzung für die geleistete Arbeit.

Auswirkungen auf den Versand und die Zustellung

Ob es zu Beeinträchtigungen bei der Zustellung von Paketen oder Briefen kommt, konnte die Post nach Angaben von Pressesprecher Hans-Christian Mennenga zunächst nicht abschätzen. Es sei aber nicht ausgeschlossen, dass es vereinzelte Verzögerungen geben werde. Diese Briefe und Pakete würden am Montag zugestellt, sagte der Sprecher.
Verdi ruft seit einigen Tagen in mehreren Bundesländern zu Warnstreiks auf. Hintergrund sind die aktuellen Tarifverhandlungen. Die Post bietet nach Gewerkschaftsangaben 1,5 Prozent mehr Gehalt für die Beschäftigten, Verdi fordert allerdings eine Erhöhung von 5,5 Prozent. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 21. und 22. September angesetzt.