Nach dem schweren Busunfall am Samstagabend in Berlin-Lankwitz, bei dem eine 15-jährige Fußgängerin getötet und eine 14 Jahre alte Begleiterin schwer verletzt wurden, gibt es erste Erkenntnisse zur Ursache: Die beiden Mädchen sollen trotz roter Fußgängerampel über die Straße gegangen sein, wie die Polizei am Sonntag mitteilte.
Der Doppeldeckerbus habe eine Haltestelle verlassen und die Teenager angefahren. Dabei gerieten die Jugendlichen unter den Linienbus und wurden eingeklemmt. Um sie zu bergen, kam ein sogenannter Rüstwagen zum Einsatz, der den Bus mit Hilfe hydraulischer Geräte anhob.
Trotz des Einsatzes von Notärzten erlag die 15-Jährige laut Polizei noch am Unfallort ihren schweren Verletzungen. Ihre ein Jahr jüngere Begleiterin wurde schwer am Kopf und am Oberkörper verletzt und kam zur stationären Behandlung in eine Klinik. „Dem Vernehmen nach soll jedoch bei ihr keine Lebensgefahr bestehen“, hieß es in der Mitteilung der Polizei.
Der 62 Jahre alte Busfahrer stand nach dem Unfall unter Schock, wie es weiter hieß. Er musste medizinisch versorgt werden.
Die weiteren Ermittlungen zum genauen Unfallhergang übernahm den Angaben zufolge ein Fachkommissariat für Verkehrsdelikte der Polizei. An der Unfallaufnahme waren auch ein Gutachter, Fachleute für Vermessungstechnik des Landeskriminalamtes und ein Staatsanwalt beteiligt.
Stand Sonnabend, 11. Dezember:
Bei einem schweren Unfall mit einem Doppeldecker-Bus in Berlin ist nach Angaben der Polizei eine junge Fußgängerin getötet worden. Eine weitere junge Person wurde Rettungskräften zufolge lebensbedrohlich verletzt, als der Linienbus beide erfasste.
Laut Feuerwehr wurden die beiden Jugendlichen unter dem Bus eingeklemmt. Um sie zu bergen, kam ein sogenannter Rüstwagen zum Einsatz, der den Bus mithilfe hydraulischer Geräte anhob.
Bei dem Todesopfer handelt es sich nach ersten Angaben des Polizei-Lagezentrums um eine 15-Jährige. Details zu der verletzten Person lagen zunächst nicht vor. Sie wurde in ein Krankenhaus gebracht.
Der Unfall ereignete sich den Angaben zufolge am Samstag gegen 18.45 Uhr in der Leonorenstraße im Stadtteil Lankwitz im Bezirk Steglitz-Zehlendorf. Zum genauen Hergang und der Ursache konnte die Polizei am Abend noch keine Angaben machen. Nahe der Unfallstelle befindet sich eine Fußgängerampel, wie es von Rettungskräften hieß.
An der Unfallstelle waren Polizei und Retter im Großeinsatz. Allein die Feuerwehr entsandte rund 40 Einsatzkräfte und mehrere Rettungs- und Spezialfahrzeuge. Auch ein Hubschrauber war vor Ort.

Rettungswagen in Berlin erst nach 20 Minuten vor Ort

Die ersten Fahrzeuge seien neun Minuten nach dem Notruf vor Ort gewesen, der erste Rettungswagen allerdings erst nach 20 Minuten, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Der Rettungsdienst in Berlin ist seit geraumer stark überlastet, unter anderem weil Personal knapp ist und viele Notrufe eingehen, die sich nicht auf wirkliche Notfälle beziehen.
Nach Angaben der Polizei wurden mehrere Seelsorger an die Unfallstelle gerufen, weil es viele Zeugen des Unglücks gegeben habe. Dazu wurde ein Extra-Fahrzeug bereitgestellt. Gleichzeitig nahmen die Beamten vor Ort Ermittlungen auf und befragten Zeugen. Wie viele Menschen in dem Bus der Linie M82 saßen, blieb zunächst offen.